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Vergleichstest: Sony Ericsson C702, C902 und K850i

Von Johannes Michel. Publiziert am 9. Juli 2008

K850i, C702 und C902. Drei Handys, die eigentlich in der gleichen Liga spielen. Dennoch hat jedes Gerät sein Alleinstellungsmerkmal. Während das K850i einen echten Blitz mitbringt, muss das C902 mit einer Fotoleuchte auskommen. Dafür ist es schön schlank gebaut. Das C702 verfügt als einziges Modell über einen eingebauten GPS-Empfänger. Lesen Sie unseren Vergleichstest und erfahren Sie, welches der drei Handys das richtige für Sie ist.

Kamera-Handy Vergleichstest: Sony Ericsson K850i, C702 und C902

Duell der Foto-Boliden

Mit der C-Serie versucht Sony Ericsson erstmals, eine eigene Produktreihe für die Kamera-Handys einzuführen – das C steht für „Cyber-shot“. Das K850i war damit der vorerst letzte Vertreter der etablierten K-Serie. Dennoch bekommt es in unserem Vergleichstest die Chance, gegen die neuen Modelle C702 und C902 anzutreten. Und siehe da: Das „alte“ Modell schlägt sich überraschend gut.


C702, C902 und K850i: Aktuelle Foto-Handys von Sony Ericsson.

Fotostrecke zum Vergleichstest: K850i, C702 und C902

Hinweis: In unserem Handy-Duell werden Punkte vergeben. Für jede Kategorie erhält der Sieger zwei Punkte, der Zweitplatzierte einen Punkt und der letzte null Punkte. Bei Punktegleichheit (z.B. zwei erste und ein letzter Platz in der jeweiligen Kategorie) erhalten die beiden ersten die volle Punktzahl, das verbleibende Gerät dagegen null Punkte.

Videos zum Vergleichstest:

Teil 1:

Teil 2:

Design, Verarbeitung, erster Eindruck
Beginnen wir mit dem ältesten Gerät in unserem Test, dem K850i. Entgegen der aktuellen Modelle des Herstellers kommt der Nachfolger des K800i recht pummelig daher. Dicke zwei Zentimeter misst das Gerät, Länge und Breite gehen mit etwa zehn und fünf Zentimetern dagegen absolut in Ordnung. Auch die Materialwahl des K850i mit glänzendem Plastik überzeugt nicht vollkommen, besonders, da das Plastikcover im unteren Bereich auf der Rückseite stark knarzt. Der Speicherkarten-Einschub sitzt ungünstig unter dem Akkudeckel.Das C702 hingegen ist tadellos verarbeitet, nur 1,6 Zentimeter dick und liegt insgesamt gut in der Hand. Auch hier weniger gelungen: Der Akkudeckel, der sich nur unter starkem Kraftaufwand entfernen lässt. Obwohl das Gehäuse ebenfalls vollständig aus Plastik besteht, erzeugt der Lack ein wenig Metall-Gefühl, wodurch das Gerät wertiger wirkt als es eigentlich ist. Das Gehäuse soll gegen Stöße und Spritzwasser unempfindlich sein, verspricht zumindest Sony Ericsson und verkauft das C702 als Outdoor-Handy.
Ohne Umschweife als gelungen kann das Design des C902 bezeichnet werden. Sony Ericsson hat hier alles richtig gemacht. Das gerade einmal einen Zentimeter dicke Gerät wirkt edel und beeindruckt mit einem geradlinigen, schnörkellosen Äußeren. Die Verarbeitung ist ebenfalls top. Einziges Manko: Auch hier liegt der Slot für die Speicherkarte unter dem Akkudeckel.

Zwischenwertung:
K850i: 0 Punkte
C702: 1 Punkt
C902: 2 Punkte

Display
Die Displays aller drei Testkandidaten können 262.144 Farben mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel anzeigen. Soweit, so gut. Bei genauerem Hinschauen ergeben sich aber deutliche Unterschiede. Als erstes fallen die Displaygrößen auf. Während K850i und C702 jeweils über ein 2,2 Zoll-Display verfügen, muss sich das C902 mit zwei Zoll begnügen. Beim direkten Vergleich der Geräte fällt dieser Größenunterschied deutlich ins Gewicht.
Verantwortlich für die geringere Displaygröße beim C902 sind so genannte Touch-Tasten, die Sony Ericsson um das Display herum angeordnet hat. Sie sollen beim Fotografieren den Zugriff auf die verschiedenen Funktionen erleichtern. Dazu aber mehr im Unterpunkt Kamera.
Auch die Anzeigequalität der Displays ist sehr unterschiedlich. Subjektiv liefert das K850i das beste Bild, dicht gefolgt vom C902. Das C702 löst insgesamt recht grob auf, einzelne Pixel sind deutlich zu erkennen. Nichtsdestotrotz: Schon allein aufgrund der indiskutablen Größe des C902-Displays gibt es hier deutliche Punktabzüge für Sony Ericssons neues Kamera-Flaggschiff.

Zwischenwertung:
K850i: 2 Punkte (+2)
C702: 2 Punkte (+1)
C902: 2 Punkte (+0)


Das Display des C902 ist aufgrund der Kamera-Schnelltasten stark geschrumpft.

Tastatur
Bei den Tastaturen von C702 und C902 hat Sony Ericsson diesmal auf Experimente verzichtet. Während das K850i noch mit einer eher designorientierten Tastatur daher kam, zeigen sich C702 und C902 klassisch. Aber bringt dies auch einen Nutzen in der Praxis?
Zuerst zum K850i. Ohne Frage muss sich der K850i-Neuling erst einmal an die Tastatur seines Handys gewöhnen. Allein die Integration der Navigationstaste in die Zifferntasten sorgt zuerst einmal für Verwirrung und Fehleingaben. Ebenso gewöhnungsbedürftig: Die berührungsempfindlichen Tasten direkt auf dem Bildschirm. Nach einiger Zeit lässt sich diese Kombination allerdings gut bedienen.
Beim C702 setzt Sony Ericsson auf deutlich voneinander abgetrennte Tasten, die allerdings einen schlechten Druckpunkt aufweisen. Die Beleuchtung von Softkeys und Steuerkreuz ist zu dunkel ausgefallen, Abheben- und Auflegen-Taste verfügen über kein Hintergrundlicht und sind außerdem zu klein.
Eindeutiger Sieger des Tastatur-Vergleichs ist daher das C902. Es hat von den drei Kandidaten die ausgewogenste Tastatur. Zwar liegen die Tasten ohne Abstände aneinander, haben aber einen guten Druckpunkt und eine ausreichende Beleuchtung. Auch Softkeys und Navigationstasten reagieren sehr zuverlässig.

Zwischenwertung:
K850i: 3 Punkte (+1)
C702: 2 Punkte (+0)
C902: 4 Punkte (+2)

Speicher
Der von Haus aus verbaute interne Speicher der drei Foto-Handys unterscheidet sich doch recht deutlich – auch wenn keines ohne den Einsatz einer ordentlichen Speicherkarte auskommt. Das K850i landet hier abgeschlagen auf Platz 3, denn es verfügt lediglich über 40 MByte Nutzerspeicher. Diesen Nachteil kann es allerdings durch die mitgelieferte Speicherkarte wieder ausgleichen, denn sowohl das C702 als auch das C902 bringen keine Karte mit. Sie verfügen dafür über etwa 150 MByte Speicher, was in der heutigen Zeit allerdings auch zu wenig ist. Denn allein mit etwa 100 Fotos sowie ein paar MP3s sind auch diese 150 MByte schnell gefüllt. Es ist daher unverständlich, dass Sony Ericsson auf die Beigabe von Speicherkarten verzichtet.
Alle drei Geräte können mit Speicherkarten vom Typ Memory Stick Micro M2 erweitert werden. Die aktuelle Höchstkapazität liegt hierbei bei 8 GByte. Das K850i verfügt zusätzlich über einen Speicherkarten-Einschub für microSD-Karten, die von vielen anderen Handy-Herstellern unterstützt werden. Umsteiger können hier ihre Karte weiterverwenden.

Zwischenwertung:
K850i: 5 Punkte (+2)
C702: 3 Punkte (+1)
C902: 5 Punkte (+1)

Menüführung, Menüfunktionen, Telefonbuch, Organizer
Ohne Frage hat Sony Ericsson bei der Menüführung im Bereich der klassischen Handys (nicht Smartphones) schon seit einigen Jahren die Nase vorne. Aus diesem Grund unternimmt der Hersteller bei keinem der hier getesteten Geräte Eingriffe, die über ein leichtes Update der Funktionen hinausgehen. Einzig neu sind beim C702 und C902 die Möglichkeiten im Hauptmenü. Es kann nun in einer von Nokia-Handys der 1990er-Jahre bekannten Listenansicht dargestellt werden – nicht wirklich ein Gewinn. Auch die horizontalen Einblendungen sollten Sie nicht zu ernst nehmen, denn auch sie bringen keinerlei Vorteile.
Ansonsten zeigen die neuen Modelle C702 und C902 keine Veränderungen zum K850i. Das Telefonbuch ist gewohnt übersichtlich und bietet genügend Einträge auch für Personen, die viele Kontaktdetails benötigen. Gleiches gilt für den Organizer, der unter anderem die bekannten Anwendungen Aufgaben und Kalender enthält. Für Business-Nutzer sind die Standard-Handys von Sony Ericsson allerdings nicht ausreichend, hier empfehlen sich eher Smartphones der P-Serie.

Zwischenwertung:
K850i: 7 Punkte (+2)
C702: 5 Punkte (+2)
C902: 7 Punkte (+2)


C702 und C902 erlauben nun, die Darstellung im Hauptmenü zu verändern.

Nachrichtenfunktionen
Im Menü Nachrichten hat Sony Ericsson seit dem K850i einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung unternommen. Denn: Sie können Ihre Nachrichten nun auch auf der Speicherkarte ablegen und in ein mögliches neues Sony-Ericsson-Handy mitnehmen. Außerdem wurde die Nachrichten-Sortierung überarbeitet: Verschiedene Kategorien, die Sortierung nach Absender sowie nach Größe der Nachricht sind möglich.
Zu kritisieren ist nach wie vor die E-Mail-Anwendung, denn alle drei Geräte erlauben nur die Verwaltung eines Mailkontos. Sie können zwar verschiedene konfigurieren, müssen aber umständlich über das Einstellungsmenü zwischen den Konten wechseln, wenn ein anderes abgerufen werden soll. Hier sollte Sony Ericsson unbedingt nachbessern, da E-Mails die bisher nicht etablierte MMS in den nächsten Jahren mehr und mehr zurückdrängen werden.
Wer sich auch unterwegs immer mit den neuesten Nachrichten oder Sportergebnissen versorgen möchte, kann den gut integrierten RSS-Reader nutzen, der auch eine Tickerfunktion mitbringt. Auch hier gilt: Ein Datentarif ist auf Dauer sinnvoll.

Zwischenwertung:
K850i: 8 Punkte (+1)
C702: 6 Punkte (+1)
C902: 8 Punkte (+1)

Datenfunktionen
Auch bei der Datenausstattung schenken sich die Konkurrenten nichts, denn alle Geräte verfügen über GPRS, EDGE und UMTS mit HSDPA. Daher können Sie in gut versorgten Gebieten schnell Informationen abrufen oder Infos abfragen – einen guten Datentarif vorausgesetzt. Auch Bluetooth mit A2DP-Unterstützung ist mit dabei. Mittlerweile „out“ ist die Infrarot-Schnittstelle, die keines der Geräte mehr mitbringt. Ein deutliches Manko ist da eher WLAN, das ebenfalls keinen Weg in die Ausstattungslisten gefunden hat. Erst Ende 2008 mit dem Erscheinen des C905 wird Sony Ericsson WLAN auch seinen „normalen“ Handys gönnen und damit die Bevorzugung der Smartphones abstellen.

Zwischenwertung:
K850i: 9 Punkte (+1)
C702: 7 Punkte (+1)
C902: 9 Punkte (+1)

Multimedia und Medienplayer
Sony Ericsson hat alle drei Geräte mit vollständigen Multimedia-Funktionen und dem bereits bekannten Medien-Menü ausgestattet. Daher verfügen die Handys über einen erstklassigen Musik- und Videoplayer, der sich kaum vom Player der Walkman-Handys unterscheidet. Interessant: Der eigentlich den Walkman-Geräten vorbehaltene Mega-Bass von Sony ist ebenfalls mit an Bord. Einzig die so genannte Sense-Me-Funktionalität fehlt, für die meisten Nutzer stellt dies aber keinen Nachteil dar (mehr Informationen zu Sense-Me finden Sie in dieser Fotostrecke – externer Link – ab Bild 7). Ansonsten kann das Medien-Menü unserer Testgeräte vollends überzeugen, per Software-Updates hat Sony Ericsson auch beim K850i zuletzt an der Geschwindigkeit gefeilt, die in den ersten Versionen noch deutlich zu langsam war.

Zwischenwertung:
K850i: 11 Punkte (+2)
C702: 9 Punkte (+2)
C902: 11 Punkte (+2)

Akustik
Noch immer sollte ein Handy hauptsächlich eines gut können: Telefonieren. Und hier haben wir bei den drei Sony Ericssons doch deutliche Schwächen gefunden. Eindeutiger Sieger ist hier das C902. Es hat den besten Klang und die Stimme des Gesprächspartners klingt auf der Festnetzseite am natürlichsten. Auch der Freisprecher liefert eine gute Leistung ab, dürfte aber lauter sein.
Auf Platz 2 landet das K850i. Zwar verzerrt das Handy die Stimmen leicht und sorgt für einen etwas blechernen Klang. Der Freisprecher übersteuert leicht und lässt ein Hallen vernehmen. Dennoch ist die Gesprächsqualität insgesamt noch gut und auch für längere Telefonate kein Problem.
Etwas enttäuscht waren wir vom C702. Der Hörer ist auch auf höchster Stufe eindeutig zu leise, der Gesprächspartner klingt, als wäre er sehr weit entfernt. Beim Freisprecher waren die gleichen Phänomene zu beobachten wie beim K850i.
Insgesamt lässt sich mit allen drei Geräten, auch wenn sie Schwächen zeigen, immer noch ordentlich telefonieren. Für Vieltelefonierer scheidet das C702 allerdings aus.

Zwischenwertung:
K850i: 12 Punkte (+1)
C702: 9 Punkte (+0)
C902: 13 Punkte (+2)


Fotos Schießen macht mit allen drei Handys wirklich Spaß.

Kamera
Das besondere an unserem Vergleichstest ist, dass alle drei Handys von Sony Ericsson unter dem Markennamen Cyber-shot verkauft werden. Bis zum K850i liefen die Kamera-Handys noch in der K-Serie, nun hat Sony Ericsson extra für die Foto-Handys die C(yber-shot)-Serie eingeführt.
Man sollte meinen, dass sich die Handys in Sachen Fotoqualität nur wenig schenken sollten. Dennoch sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Zuerst aber wollen wir die Kamera-Funktionen etwas genauer beleuchten.
Das K850i setzt auf eine 5-Megapixel-Kamera mit Xenon-Blitzlicht und einer zusätzlichen Leuchte für Videos. Zur Seite steht der Kamera ein Bildstabilisator, der allerdings nur in bestimmten Motivprogrammen zum Einsatz kommt. Auch BestPic unterstützt das K850i. Mit diesem Programm nimmt das Handy in einem bestimmten Zeitraum mehrere Bilder auf und Sie können sich nach dem Fotografieren das oder die besten aussuchen und abspeichern. Weitere Besonderheit: Die Kamera wird über eine eigene An-/Aus-Taste eingeschaltet und verfügt zusätzlich über einen kleinen Schieberegler, der zwischen Foto-, Video- und Betrachtungsmodus wechselt – wie bei einer echten Digitalkamera. Ist die Kameraanwendung aktiv, können die Tasten 3, 6, 9 und # als Schnellzugriffe verwendet werden. Sony Ericsson hat dafür eine blaue Hintergrundbeleuchtung eingebaut, welche die jeweilige Funktion auch optisch hervorhebt.
Da Sony Ericsson das C702 eher im Outdoor-Bereich etablieren will, spielen die Kamerafunktionen eine eher untergeordnete Rolle, obwohl das Handy natürlich ein echtes „Cyber-shot“ ist. Freunde schneller Schnappschüsse werden sich über die hinter einem Schieber versteckte Kamera freuen, die durch öffnen der Abdeckung sehr schnell einsatzbereit ist. Die Funktionen der C702-Kamera sind identisch zum K850i, allerdings mit einigen Ausnahmen. Zum einen fotografiert dieses Handy nur mit 3,2 Megapixel, zum anderen fehlen Features wie Blitz (das C702 hat lediglich eine Fotoleuchte), Bildstabilisator und Best-Pic. Dafür bringt es ein Programm zur Gesichtserkennung mit.
Die auf den ersten Blick vollständigste Ausstattung zeigt das C902. Es verfügt über Best-Pic, Bildstabilisator und Gesichtserkennung. Unverständlich ist allerdings, warum Sony Ericsson keinen Xenon-Blitz verbaut hat. In absoluter Dunkelheit schneidet das C902 daher gegen Handys mit echtem Blitz schlechter ab. Neu: Rund um das Display sind Shortcuts angeordnet, die schnellen Zugriff auf die wichtigsten Fotofunktionen erlauben sollen. Die Touchtasten reagieren gut, kosten allerdings viel Platz und sind daher für das viel zu kleine Display mitverantwortlich. Im Endeffekt wiegt ihr Vorteil gegen das kleinere Display zu gering, als das sich ihr Einbau rechtfertigen würde.

Wie schon erwähnt, unterscheidet sich auch die Qualität der Bilder. In unserer Fotostrecke können Sie sich verschiedene Motive in unterschiedlichen Situationen anschauen und vergleichen. Unser Fazit in Kürze: Sieger ist das K850i, das sowohl im Freien als auch in Innenräumen die ausgewogensten Bilder hervorbringt. Die Farben bleiben dabei natürlich und weichen nur in wenigen Fällen ab. Auch in Sachen Schärfe überzeugt die Kamera. Auf Platz 2 führen wir das C902, das uns allerdings ein wenig enttäuscht hat. Aufgrund des fehlenden Blitzes gelingen Innenaufnahmen nicht immer. Auch die Außenaufnahmen zeigen große Schwächen in den Farbbereichen. Zum Beispiel verlaufen Wolken am Himmel zu einem Einheitsbrei. Das C702 hingegen hat diese Probleme nicht, die Fotos wirken natürlich, manchmal allerdings etwas zu bunt. Obwohl die Kamera mit zwei Megapixel weniger fotografiert als die Konkurrenten, produziert sie ansehnliche Bilder, die sich in keinster Weise verstecken müssen. Daher wird der zweite Platz geteilt.

Zwischenwertung:
K850i: 14 Punkte (+2)
C702: 10 Punkte (+1)
C902: 14 Punkte (+1)

Standby- und Gesprächszeit, Empfang
Wie schon in einigen anderen Testpunkten schenken sich auch die drei Handys auch in Sachen Standby- und Gesprächszeit recht wenig. Bei normaler Nutzung, meint einige SMS und kürzere Telefonate pro Tag, ist mit einer Nutzungsdauer von drei bis vier Tagen zu rechnen. Wer das Handy auch als MP3-Player verwendet, wird allerdings öfters nachladen müssen. Beim C702 verschlingt die GPS-Funktion bei dauerhafter Nutzung ebenfalls viel Energie. Dies soll dem Outdoor-Handy hier aber nicht negativ ausgelegt werden.
Der Empfang der drei Geräte gehört nicht zur Topgruppe auf dem Handymarkt. Generell leiden Sony Ericssons unter einer kleinen Empfangsschwäche, die sich besonders in ländlichen Gebieten bemerkbar macht. Wer nur GSM-Netze nutzt, dem wird dies nicht weiter auffallen. UMTS-Nutzer werden allerdings gerne mal ins GSM-Netz zurückgestuft.

Zwischenwertung:
K850i: 15 Punkte (+1)
C702: 11 Punkte (+1)
C902: 15 Punkte (+1)

GPS-Funktion
Als einziges Cyber-shot-Handy verfügt das C702 über ein verbautes GPS-Modul. Beim K850i und C902 kann dies optional angesteckt werden. Das externe GPS-Gerät HGE-100 gibt es bereits ab 30 Euro in einschlägigen Internetshops.
Die GPS-Funktion des C702 dient vor allem zum so genannten Geo-Tagging, also der Ortsbestimmung über GPS. Auch ein Trainingsprogramm mit dem Namen Tracker ist vorhanden und zeigt zum Beispiel die Laufstrecke nach dem Joggen an. Über ein vollwertiges Navigationsprogramm verfügt das C702 allerdings nicht. Um an die Kartendaten zu kommen, baut das C702 daher eine Internetverbindung auf – echtes GPS sieht anders aus. Wer keinen Datentarif gebucht hat, kann so allein für eine kurze Navigation ordentlich Geld lassen. Es empfiehlt sich daher, diese Funktion eher mit Vorsicht zu genießen oder gleich einen Datentarif zuzubuchen.

Zwischenwertung: Endwertung:
K850i: 15 Punkte (+0) K850i: 15 Punkte
C702: 13 Punkte (+2) C702: 13 Punkte
C902: 15 Punkte (+0) C902: 15 Punkte


Sonderpunkte gibt’s für das C702: Es hat als einziges der drei Geräte einen eingebauten GPS-Empfänger.

Fazit

Nach vielen Einzeltests kommen wir nun zu unserem Fazit. Wie Sie schon anhand der Punkteverteilung sehen können, landen K850i und C902 auf einem geteilten ersten Platz, das C702 muss sich hinten anstellen. Dies liegt zum einen an der mäßigen Tastatur, zum anderen aber auch an einer mangelhaften Akustik. In Sachen Kamera hat uns die vom Datenblatt her schwächere Komponente allerdings positiv überrascht.
Neben dieser Punktewertung führen wir auch, wie von unseren Einzeltests gewohnt, eine genauere Wertung. Dort müssen sich die Handys in vielen Einzelbereichen beweisen und Punkte sammeln. Hier sah die Punkteverteilung am Ende folgendermaßen aus:
K850i: 86,9 (neues Testschema: 73,7)
C702: 86,9 (neues Testschema: 72,8)
C902: 86,6 (neues Testschema: 73,4); mehr Infos zum neuen Testschema finden Sie hier…
Das schlechtere Abschneiden des C902 erklärt sich aus der Kamera, die besser sein müsste und aus dem viel zu kleinen Display.

Fotostrecke zum Vergleichstest: K850i, C702 und C902

Am Ende bleibt zu sagen: Mit keinem der drei Handys können Sie als Käufer viel falsch machen. Dennoch sollten Sie überlegen, wofür Sie das Handy einsetzen wollen. Wer von Zeit zu Zeit GPS nutzen möchte, kommt am C702 nicht vorbei. Ambitionierte Handy-Fotografen sollten das K850i dem C902 vorziehen, da der echte Blitz in Innenräumen für deutlich gelungenere Bilder sorgt. Das C902 hingegen ist eher für diejenigen geeignet, die ein flaches Gerät bevorzugen und mit den genannten Schwächen leben können.

Information: So testet Vieraugen Handy

Johannes Michel, 9. Juli 2008.

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Rubrik Testberichte

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