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Test Sony Ericsson T300

Von Johannes Michel. Publiziert am 7. August 2003

Die Geräte werden immer besser, altern dafür aber immer schneller. Dass Multimediahandys nach einem Jahr nicht veraltet sein müssen und auch nach einiger Zeit im Einsatz immer noch oben mitspielen können, hat Sony-Ericsson schon mit dem T68(i) bewiesen. Vieraugen Handy hat sich jetzt dessen kleinen Bruder T300 zum Testen vorgenommen.

Nicht mehr neu, aber nicht von gestern
Das Sony-Ericsson T300 im Härtetest – wie macht sich das Multimediahandy nach einem halben Jahr im Einsatz und ein Jahr nach Erscheinen?

Menüführung
Benutzerfreundlichkeit = Nokia?! Einige Fachzeitschriften, beziehungsweise gerade die Fachzeitschrift in Deutschland (schauen Sie doch mal bei ihrem Zeitschriftenhändler) nehmen diese Gleichung seit Jahren schon als Handyreferenz. Problem dabei: Nokia hat seine Menüführung seit Jahren kaum verändert, Sony-Ericsson hingegen kombiniert bei den neueren Modellreihen (T68i, T300, T310 und T610) die Vorteile der früheren Ericsson- und Sony-Menüs. Mit einem Druck auf den Joystick kommt der Anwender direkt ins Hauptmenü mit seinen neun Unterpunkten. Das Farbdisplay trägt hier sehr zu Übersichtlichkeit bei.


Datenfunktionen
Ausgestattet ist das T300 optimal. GPRS, HSCSD, Infrarotschnittstelle und serielles Modem sind hier erwähnenswert. Dem Surfen im WAP sind hier also keine Grenzen gesetzt. Die Geschwindigkeit ist schnell genug, um innerhalb einer Minute schnell zum Beispiel die Ergebnisse der Bundesliga abzurufen.


Hardware-Ausstattung
Das Display des T300 stellt 256 Farben dar. Hier zeigen sich das Alter des Geräts und seiner Basis, des T68 von 2001. Dennoch: Zur übersichtlichen Darstellung reichen die 256 Farben allemal aus. Mit Fotos wird es dann allerdings schon schwieriger, um noch alles zu erkennen.
Die Oberschalen des T300 sind auswechselbar. Somit kann jeder Nutzer seinem Handy einen eigenen Look verpassen. Erhältlich sind die Farben blau, rot, schwarz und grün.
Ein besonderes Feature sind die polyphonen Klingeltöne. Bis zu 24 Stimmen kann das T300 gleichzeitig wiedergeben. Dem Midi-Klingelton-Vergnügen steht also nichts mehr im Wege. Denn: Wer wird sich nicht zu Ihnen umdrehen, wenn im Café auf einmal Beethovens Fünfte in voller Lautstärke erklingt? Kleines Manko: Dem SMS-, MMS- und Email-Eingang lassen sich keine polyphonen Töne zuordnen. Hier erklingt der Standardton von Ericsson.


Messaging-Funktionen
SMS, EMS, MMS und Email. Das sind die Nachrichten-Funktionen des T300. Die ersten Käufer klagten noch über eine langsame Geschwindigkeit beim SMS-Tippen, da die Software leicht nachzog und so das Erstellen einer Nachricht nicht gerade zum Vergnügen wurde. Mit der neuesten Softwareversion wurde dieses Manko allerdings behoben. Sollten Sie noch eines der frühen T300´s besitzen, wenden Sie sich an Ihren nächstgelegenen Service-Point. Adressen und Telefonnummern erhalten Sie bei uns.
Das T300 unterstützt lange SMS und kann auch Bildnachrichten von Nokia anzeigen. Mittlerweile sind sogar die MMS-Nachrichten bezahlbar und erfreuen sich bei den Nutzern immer größerer Beliebtheit. Sie können mit ihrem T300 fast unendlich lange MMS-Nachrichten mit zahlreichen Bildern, Textseiten und Tönen erstellen.
Auch die Email-Funktion soll hier erwähnt werden, denn so lassen sich zum Beispiel mit der Kamera geschossene Bilder sehr kostengünstig an Freunde verschicken.


Organizer-Qualitäten
Auch einen integrierten Kalender bietet das T300. Mit der neuesten Softwareversion lässt sich dieser sogar mit MS-Outlook synchronisieren, was die Termin- und Geburtstagsverwaltung erheblich erleichtert.


CommuniCam
Die ansteckbare Kamera des T300 (CommuniCam MCA-25) schießt Fotos mit bis zu 640×480 Bildpunkten Auflösung. Die Bildqualität ist überraschend gut. Es stellt kein Problem dar, ein Bild, das mit höchster Auflösung geschossen wurde, als Windows-Hintergrund zu verwenden. Für den Bildversand per MMS bietet die Kamera kleinere Auflösungen. Zudem hat sie einen integrierten Speicher, der bis zu 15 Bilder in höchster Auflösung speichern kann. Der Speicher des Telefons wird somit entlastet.


Akku, Speicher und Bedienung
Der Akku des T300 hält bei normaler Nutzung etwa 10 Tage durch. Für ein Handy der unteren Preisklasse ein überragendes Ergebnis.
Das größte Manko des kleinen Multimediahandys ist sein begrenzter Speicher. Haben Sie einige Spiele (downloadbar bei Sony-Ericsson), Bilder oder MMS-Nachrichten gespeichert, sind die 500 KB schnell belegt, zumal dieser auch vom Telefonbuch (bis zu 500 Nummern speicherbar) und von den SMS-Nachrichten benutzt wird. Hier hat Sony-Ericsson beim Nachfolger T310 nachgebessert. Dieser bietet nun 1 MB Speicherplatz – wie auch schon das T68i.
In Sachen Bedienung werden Sie nach einer kurzen Eingewöhnungsphase das T300 nicht mehr hergeben wollen. Zur Navigation dient ein 5-Wege-Joystick.


Fazit

Das T300 war ein großer Wurf des japanisch-schwedischen Herstellers. Auch nach einem Jahr gehört es noch nicht zum alten Eisen und stellt die Herausforderer der Konkurrenz deutlich in den Schatten.

positiv
– Joystick-Bedienung
– eckiges, abgerundetes Design
– gute Handhabung und Menüführung
– Displayschoner (zeigt nach einer Minute eine Digitaluhr)

negativ
– zu geringer Speicherplatz
– vordefinierte Themen nicht löschbar (siehe Speicherplatz)
– vordefinierte Spiele nicht übermäßig spannend
– veraltetes Display

Johannes Michel, 07.08.2003

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