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Test Sony Ericsson Elm und Hazel

Von Johannes Michel. Publiziert am 14. Juni 2010

Sony Ericssons Green-Heart-Serie hat kürzlich Zuwachs bekommen. Die beiden Schwestermodelle Elm und Hazel buhlen um Käufer – und zeigen dabei viel Ausstattung zu einem vernünftigen Preis. Wir haben die beiden Handys in einem Vergleichstest unter die Lupe genommen.

Mittelklasse mit Öko-Anstrich
Mit dem Elm und dem Hazel zielt Sony Ericsson auf umweltbewusste Kunden

Während Smartphones voll im Trend liegen, bringt Sony Ericsson mit den beiden Geräten Elm und Hazel zwei gewöhnliche Handys auf den Markt. Die Modelle unterscheiden sich kaum bis gar nicht in Sachen Ausstattung, dafür aber im Formatfaktor. Während das Elm ein klassischer Barren ist, kommt das Hazel als Slider.


Fotostrecke: Sony Ericsson Elm und Hazel

Lieferumfang

Ökologisch korrekt fällt der Lieferumfang der beiden Handys aus. Sony Ericsson wollte bewusst die Verpackung kleinhalten und quetscht daher Handy, Ladegerät, Headset und Kurzanleitungen in die kompakte Schachtel. Das Ladegerät ist ein speziell Energie-sparendes Gerät, das nach Vollladen des Akkus kaum Strom verbrauchen soll. Das war’s dann aber auch schon. Eine gedruckte Bedienungsanleitung? Fehlanzeige. Sie wurde direkt ins Handy integriert und findet sich unter „Einstellungen – Hilfe“. Eine CD mit Software? Ebenfalls nein. Selbst ein USB-Datenkabel hat Sony Ericsson weggelassen. Umwelt schön und gut – aber das geht ein bisschen zu weit. Da den beiden Geräten auch einen Speicherkarte im Lieferumfang fehlt, müssen Sie diese oder das Datenkabel hinzukaufen, wenn Sie bei der Datenübertragung (Kontakte, Bilder, Musik) nicht auf Bluetooth zurückgreifen wollen.

Design und Verarbeitung

Sony Ericsson setzt bei Elm und Hazel auf klassische Designs. Während sich das Elm als Barrenhandy im klassischen Format präsentiert, kommt das Hazel als Slider. Das Elm misst 110 x 45 x 14 Millimeter und wiegt 90 Gramm, das Hazel ist mit 120 Gramm deutlich schwerer und mit Maßen von 203 x 50 x 16 Millimeter etwas voluminöser.
An der linken Seite haben beide Handys den Fastport-Anschluss, der zwar gerade aus der Mode kommt, bei Elm und Hazel aber noch Standard ist. An ihn werden Ladegerät, Headset und optionales Datenkabel angeschlossen – USB- oder Klinkenbuchsen wurden nicht eingebaut. Auf der Rückseite befindet sich neben der Kamera auch der Lautsprecher, die rechte Seite weist Lautstärkenwippe und Kameraauslöser auf.
Sony Ericsson verzichtet bei beiden Geräten auf Hochglanzlack und setzt auf schwarze Vorderseiten mit silbernem Akkudeckel. Dies verleiht den Handys eine hochwertige Optik. Das restliche Design ist ungemein schlicht gehalten, insbesondere beim Hazel. Designfans werden sich mit Sicherheit nicht für Elm und Hazel begeistern können. Dass es sich um Öko-Handys, wird selbst auf den zweiten Blick nicht klar. Zwar hat Sony Ericsson Recycling-Materialien verwendet, liefert ein sparsames Ladegerät mit und garantiert, dass sich die Telefone auch wieder recyceln lassen. In der Optik spiegelt sich dies aber nicht wieder – so mancher wird sagen: Zum Glück!
Die Verarbeitung hingegen ist bei beiden Geräten nicht optimal gelungen. Das Elm kommt hierbei noch recht gut weg, lediglich dem Akkudeckel lassen sich leise Knarzgeräusche entlocken. Beim Hazel dagegen knarzt das gesamte Gehäuse an allen Ecken und Enden. Dafür schnappt der Slider hörbar und satt ein und hat kein unnötiges Spiel.


Von der Seite zeigen sich die Rundungen des Elm. Auch das Hazel wurde so designt.

Ausstattung: Telefonie/Daten

Dank Quadband-GSM können Sie mit Elm und Hazel nahezu weltweit telefonieren. Videotelefonie ist mit beiden Geräten möglich, allerdings bringt nur das Hazel eine Frontkamera mit. Für die Datenübertragung nutzen beide Handys HSPA, auch Kurzstreckenfunk per WLAN oder Bluetooth ist an Bord. Zum Navigieren verfügen Elm und Hazel über GPS, die Software Wisepilot ist vorinstalliert, außerdem können Sie auf Google Maps zurückgreifen.

Ausstattung: Hardware

Beim Display zeigen sich die größten Unterschiede zwischen Elm und Hazel. Schon allein aufgrund der Bauform bleibt beim Elm deutlich weniger Platz, somit fällt das Display mit 2,2 Zoll recht klein aus. Das Hazel hat als Slider mehr Platz an der Front und legt 0,4 Zoll drauf. Die Auflösung ist bei beiden Bildschirmen allerdings gleich – 320 x 240 Pixel. Beide Displays gehören nicht zu den Größenwundern auf dem Handymarkt, die relativ geringe Auflösung geht aber in Ordnung. Nicht gut gefällt allerdings die Anzeigeleistung vom Hazel: Das Display hat einen deutlichen Gelbstich, was die Farben von Fotos verfälscht und auch im Menü und natürlich beim Surfen negativ auffällt. Apropos Display: Sony Ericsson hat sich beim Elm für eine plane Oberfläche entschieden, das Display des Hazel hingegen ist leicht versenkt. Das schützt zwar in der Hosentasche vor direktem und zu starkem Druck, zieht aber zugleich Staub an, der sich in den Kanten sammelt.
Unter dem Display befinden sich bei beiden Handys zwei Softkeys, jeweils eine Taste zum Abheben und Auflegen, eine Taste für Sony Ericssons Schnellmenü (Activitymenü), eine Löschen-Taste sowie das Steuerkreuz. Beim Hazel bleibt für die Tasten deutlich mehr Platz, was auch die „Trefferquote“ durch den Nutzer erhöht. Aber auch beim Elm kommt man nach etwas Eingewöhnung gut zurecht. Gleiches gilt für die Zifferntastatur. Sie besteht bei Elm und Hazel aus relativ flachen Tasten, die kaum voneinander abgegrenzt sind. Die Tastenbeleuchtung fällt hell aus, beim Hazel allerdings verläuft sie ungleichmäßig.
In Sachen Speicher hat Sony Ericsson gespart. Zwar sind intern bei beiden Geräten etwa 260 MByte frei, eine Speicherkarte liegt allerdings nicht im Lieferumfang. Wollen Sie nachrüsten, können Sie microSD-Karten mit bis zu 16 GByte Platz verwenden – Sony Ericsson hat also endgültig von M2-Memory-Sticks auf das weit verbreitete microSD-Format umgestellt.

Ausstattung: Software

Da es sich bei Elm und Hazel um gewöhnliche Handys ohne Smartphone-Funktionalität handelt, verwendet Sony Ericsson das hauseigene Betriebssystem, das seit Modellen wie dem T610 aus dem Jahr 2003 kontinuierlich weiter entwickelt und verbessert wurde. An der Einfachheit der Bedienung hat sich seitdem nichts geändert, auch Einsteiger finden sich sofort zurecht. Der große Nachteil ist allerdings das eingeschränkte Angebot an Zusatzsoftware. Spiele sind zahlreich verfügbar, ernst zu nehmende Tools allerdings kaum. Da Elm und Hazel nur Java-Software verwalten können, fallen die gut bestückten AppStores von Android, Symbian & Co. aus. Sony Ericsson bietet in der Playnow Arena zwar einige Programme an und auf den Seiten von Programmierern können Sie im Internet auch kostenlose Software finden, Vergleiche zu Android oder iPhone hält dies aber in keinster Weise stand.
Das Hauptmenü der beiden Öko-Handys verteilt sich auf zwölf Symbole und kann auch als Liste oder Karussell angezeigt werden. Darunter dominieren auf jeden Fall Listenmenüs, die manchmal sehr lang werden – insbesondere im Menü „Organizer – Anwendungen“. Auch im Nachrichtenmenü müssen Sie sich durch Listen arbeiten – Elm und Hazel verwalten verschiedene Posteingänge für SMS/MMS und E-Mails. Selbstverständlich ist es möglich, mehrere E-Mail-Konten abzurufen, jedes Konto erhält daraufhin einen eigenen Ordner. Obwohl es sich bei den beiden Handys nicht um Business-Geräte handelt, kommen Sie mit Exchange-Servern zurecht und können auch Pushmails abrufen. Den Server können Sie allerdings nicht direkt im Nachrichtenmenü konfigurieren, dies geschieht vielmehr über „Einstellungen – Konnektivität – Synchronisierung“.
Bei den PIM-Funktionen ist das Sony-Ericsson-Betriebssystem von jeher gut positioniert gewesen. Die Kontaktverwaltung gefällt optisch und funktional, gleiches gilt für den Kalender. Er unterstützt Serientermine und verwaltet auch die Geburtstage aus dem Telefonbuch. Per PC-Synchronisierung über die PC-Suite von Sony Ericsson, mit dem hervorragenden Freeware-Tool My Phone Explorer und selbstverständlich per Active Sync mit einem Exchange-Server können Sie neben Kontakten und Kalender auch die Aufgaben und Notizen aus Microsoft Outlook auf Elm und Hazel übertragen.
Eines der größten Mankos des Sony-Ericsson-Systems ist aber die fehlende Office-Unterstützung. Selbst das Anzeigen von Word-Dokumenten oder pdf-Dateien ist nicht möglich, geeignete Tools finden sich kaum. Damit disqualifizieren sich Elm und Hazel als mobiler Büroersatz.

Multimedia: Kamera

Die Kameras von Elm und Hazel verfügen über die gleiche Ausstattung und Auflösung. Die Auflösung beträgt fünf Megapixel, zur Unterstützung hat Sony Ericsson jeweils eine LED-Leuchte verbaut, die in Räumen ordentliche Dienste leistet. Startbereit ist die Kamera in etwa drei bis vier Sekunden, genauso lange braucht es, bis sie scharf gestellt und das Foto im Kasten hat. Für absolute Schnappschüsse taugen Elm und Hazel damit nicht. Die Bildqualität geht insgesamt in Ordnung, nur in Innenräumen dürften die Aufnahmen schärfer sein.
Videos nehmen die beiden Handys mit 640 x 480 Pixel (VGA) auf, womit sie im absoluten Durchschnitt liegen. Auch hier ist die Qualität auf normalem Niveau.
Testbilder finden Sie in unserer Fotostrecke.

Multimedia: Internet

Mobiles Internet war früher eine Funktion für Freaks, heute nutzen immer mehr Anwender die Möglichkeit, auch von unterwegs online zu gehen. Daher legt unser Testschema besonderen Wert auf einen guten Internetbrowser. Diesen können Elm und Hazel allerdings nur bedingt aufweisen. Kleine und für Handy optimierte Webseiten lädt er in Sekundenschnelle, bei „echten“ Seiten hat er aber gehörige Probleme und braucht gut und gerne eine Minute – und das, obwohl er auf Flash verzichtet und man meinen könnte, daraus entstehe ein Geschwindigkeitsvorteil. Sony Ericsson hat zwar die Funktionalität im Vergleich zu älteren Modellen deutlich verbessert, auch die automatische Drehung ins Querformat funktioniert. Dennoch: Wer viel surft, fährt mit einem Touchscreen-Handy oder einem Gerät mit offenem Betriebssystem a la Symbian besser.


Der Internetbrowser der beiden Handys ist wenig funktional.

Multimedia: Player

Musik und Videos geben Elm und Hazel im bekannten Sony-Ericsson-Medienmenü wieder. Diese gut ausgestattete Medienzentrale kann dank Multitasking auch im Hintergrund laufen und verfügt über einen frei konfigurierbaren Equalizer. Außerdem liest der Player auch Albencover aus den ID3-Tags aus und sortiert Musikstücke auf Wunsch nach Interpreten, Alben, Titel, Genre und Jahr. Im Medienmenü werden daneben sämtliche Fotos, Videos und Podcasts, die auf dem Handy gespeichert sind, angezeigt. Außerdem können Sie unter „Webfeeds“ so genannte RSS-Feeds abonnieren, um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Multimedia: Unterhaltung

Im eigenen Menüpunkt „Unterhaltung“ versammelt Sony Ericsson unter anderem das UKW-Radio, den Musikerkennungsdienst TrackID und das vorinstallierte Spiel „Quadrapop“. Weitere Spiele gibt es, zum Teil kostenlos, in der Playnow Arena. Unter „Anwendungen“ im Menü „Organizer“ finden Sie weitere Programme, unter anderem eine Anbindung zu Youtube sowie den „Tracker“, der Sie sportlich unterstützen und Trainings aufzeichnen kann. Ebenfalls mit dabei ist „Walkmate“. Er zählt über den Lagesensor der Handys die Schritte, die der Nutzer geht und rechnet aus, wie viel CO2 durch Laufen eingespart wurde – im Vergleich zur motorisierten Fortbewegung. Eine sinnlose, aber zumindest kurzzeitig interessante Funktion. Anbindungen zu sozialen Netzwerken hat Sony Ericsson nicht vorinstalliert, lediglich beim Hazel finden sich Programme als Standby-Applikation (siehe nächster Punkt).

Praxis

Als Telefone können die Öko-Handys Elm und Hazel auf jeden Fall überzeugen. Bei beiden Geräten scheint die Rauschunterdrückung allerdings sehr stark eingestellt zu sein, was zu einem etwas dumpfen Klang beim Telefonieren führt. Dies fällt insbesondere beim Hazel etwas negativ auf. Ansonsten gefällt das Telefonieverhalten – dies gilt auch für die Freisprecher, die laut sind und zugleich nicht scheppern.
Aufgrund der relativ kleinen Displays verbrauchen die Handys wenig Energie. Lediglich bei ständig aktiviertem WLAN geht der Akku schnell in die Knie. Die Kraftzellen mit nur 1.000 mAh versprechen eigentlich nicht allzu viel, dennoch hielten Elm und Hazel in unserem Test bis zu einer Woche Standby durch. Bei regelmäßiger Nutzung müssen die beiden Handys etwa alle drei bis vier Tage an die Steckdose. Pro Akkuladung können Sie allerdings laut der Messung von Chip Handy mit dem Elm kaum mehr als drei Stunden am Stück telefonieren, beim Hazel dürfte dies nicht anders sein.
Gerade Nutzer, die sich wenig mit Technik beschäftigen, werden von der Bedienung der beiden Geräte begeistert sein. Seit je her schafft es Sony Ericsson, die Menüoberfläche einfach und funktional zu halten und wichtige Funktionen per Schnellzugriff verfügbar zu machen. Neu ist zudem die Terminanzeige auf dem Hauptbildschirm – eine Funktion, die wir bisher von Nokias Symbian-Geräten kannten. Auch andere Programme können im Standby mitlaufen, etwa der schon erwähnte Schrittzähler. Beim Hazel sind hier auch Twitter und Facebook vorinstalliert und nehmen auf Wunsch den freien Platz auf dem Hauptbildschirm ein.
Elm und Hazel kosten zurzeit in Internetshops etwa 150 Euro. Damit sind sie absolute Preisschnäppchen und bieten ungemein viel Leistung fürs Geld.

Fazit

Auch wenn anfangs die Skepsis überwogen hat und Elm und Hazel eigentlich kaum neue Funktionen mitbringen: Die beiden Handys sind gut ausgestattet, größtenteils ordentlich verarbeitet, lassen sich einfach bedienen und gefallen – wenn auch erst auf den zweiten Blick. Zu loben ist, dass Sony Ericsson nun auch Termine auf den Standby-Bildschirm gebracht und sein Betriebssystem für normale Handys gut weiterentwickelt hat. Einzig die mangelnde Internetfähigkeit aufgrund des langsamen Browsers wäre dringend zu überarbeiten, außerdem sollten soziale Netzwerke bei beiden Geräten auf jeden Fall vorinstalliert sein.

Testnote Elm: gut (73,3 Prozent)

Information: So testet Vieraugen Handy

Disziplin Prozentpunkte
Lieferumfang 15
Design / Verarbeitung 85
Ausstattung 74
Multimedia 72
Praxis 82
GESAMTERGEBNIS 73,3

Testnote Hazel: gut (71,8 Prozent)

Information: So testet Vieraugen Handy

Disziplin Prozentpunkte
Lieferumfang 15
Design / Verarbeitung 72
Ausstattung 75
Multimedia 73
Praxis 78
GESAMTERGEBNIS 71,8

Fotostrecke: Sony Ericsson Elm und Hazel

Pro:

  • gute Datenausstattung mit HSPA, WLAN und Bluetooth
  • schickes Design trotz Öko-Anstrich
  • Terminanzeige im Standby
  • gelungene Kamerafunktionen und -Qualität
  • Akustikwerte top

Kontra:

  • knarzanfällige Gehäuse
  • keine Speicherkarte im Lieferumfang
  • kleine Software-Ausstattung
  • langsamer Browser
  • kurze Gesprächszeit
Johannes Michel, 14. Juni 2010.

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