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Test Sony Ericsson C905

Von Johannes Michel. Publiziert am 2. November 2008

Seit dem K800i bringt Sony Ericsson etwa einmal pro Jahr einen echten Cyber-shot-Kracher. Nach dem Übergangsmodell C902 steht nun das C905 in den Startlöchern. Kann das Gerät die hohen Erwartungen erfüllen? Wir haben das C905 noch vor dem offiziellen Marktstart durch den Testparcours geschickt.

Mehr als nur ein Kamera-Handy

Sony Ericsson schließt mit dem C905 zur Nokia-Konkurrenz auf

Bislang fehlte im Sony-Ericsson-Portfolio ein wirklicher Allrounder, der sowohl den viel beschrienen Otto-Normalverbraucher als auch den Handyfreak glücklich machen kann. Das C905 könnte nun dieses Wunschgerät sein. Mit WLAN, HSDPA, einer 8-Megapixel-Kamera und vielen anderen Funktionen ist es top ausgestattet. Nun muss es auch bei Vieraugen Handy zeigen, was es kann.


Fotostrecke zum Sony Ericsson C905

Lieferumfang und Verpackung

In einer klassischen schwarzen Box steckt das C905, wenn es zum Käufer kommt. Neben dem Gerät legt Sony Ericsson den Akku, ein Lade- sowie USB-Kabel, ein Standard-Headset, eine 2-GByte-Speicherkarte, Software auf CD, Anleitungen, eine Kordel sowie einen USB-Speicherkarten-Adapter ins Paket. Insgesamt ist der Lieferumfang Durchschnitt. Bei einem Gerät dieser Preisklasse hätten wir uns wenigstens eine Tasche oder auch eine Tischladestation wie etwa beim Designhandy T650i gewünscht. Ein Autoladekabel oder eine Autohalterung fehlen ebenfalls, als Navigationssystem im Auto taugt das C905 daher nur nach der Anschaffung von weiteren Zubehörteilen.

Design und Verarbeitung

Von vorne wirkt das C905 mit seiner Breite von knapp fünf Zentimetern sehr schlank. Dafür hat Sony Ericsson das Gerät in der Länge gestreckt (10,5 Zentimeter). Auch die Dicke von zwei Zentimetern macht das C905 zum massiven Riegel, mit einem filigranen Handy wie etwa dem W890i haben wir es hier nicht zu tun. Wer sein Handy in der Regel in der Hosentasche transportiert, sollte sich also genau überlegen, ob es gerade dieses Handy werden soll. Gegen den Transport in der Hosentasche spricht auch das recht hohe Gewicht von 135 Gramm.
Wie schon das W760i verfügt auch das C905 nicht mehr über den An- und Ausschalter an der Gehäuse-Oberseite. Stattdessen wurde er, wie es bereits vor einigen Jahren Usus war, mit der Auflegen-Taste kombiniert. Auf der linken Seite hat Sony Ericsson den Speicherkarten-Einschub sowie den Fastport-Anschluss untergebracht, der Ladegerät und Headset aufnimmt. Ärgerlich: Da das C905 nicht über einen Klinkenanschluss verfügt und auch das mitgelieferte Headset keinen Adapter enthält, sollten Musikfans ein Walkman-Headset zukaufen, zum Beispiel das Modell HPM-77 (ab ca. 25 Euro) oder gleich ein drahtloses Bluetooth-Headset. An das Adapterstück des HPM-77 lassen sich dann eigene Kopfhörer anschließen. Auf der rechten Seite verbaut Sony Ericsson Tasten zur Lautstärken-Regelung und für den Fotomodus. Auch der Auslöser sitzt hier. Die Rückseite kommt recht schlicht daher, unter einem Schiebemechanismus versteckt sich die Kamera. Gut hierbei: Sie ist vor Staub und Kratzern geschützt.
Ebenfalls gefallen hat uns die Verarbeitung des C905. Zwar gibt der aufgeschobene Slider Einblicke in das Innere des Handys frei, in allen anderen Punkten gibt es aber nichts zu bemängeln. Insgesamt wirkt das C905 wie aus einem Guss. Kein wackelnder Akkudeckel, kein Glanzlack und ein hochwertiges Gehäuse sollten dafür sorgen, dass das Gerät auch nach einiger Zeit noch Spaß macht.

Hardware und Ausstattung

Display
Aufgrund der schmalen Bauweise fällt das Display des C905 kleiner aus als bei vergleichbaren Konkurrenzprodukten. Während beispielsweise das Nokia N96 eine Diagonale von 2,8 Zoll zu bieten hat, sind es beim C905 nur 2,4 Zoll. Mit einer Auflösung von 240×320 Pixeln kann das Handy 262.000 Farben darstellen, auch hier ist die Konkurrenz schon deutlich weiter. Überraschend ist allerdings, dass sich diese Mankos nicht auf die Anzeigequalität auswirken, denn: Das Display im C905 gehört zu den besten Displays, die Sony Ericsson bisher verbaut hat. Ob Fotos, Videos oder einfach das Hauptmenü – die Darstellung ist brillant. Die Helligkeit regelt das Handy über einen Sensor, der über dem Sony-Ericsson-Schriftzug auf der Vorderseite sitzt.
Ärgerlich ist aber, dass Sony Ericsson erneut auf eine Standby-Anzeige verzichtet. Zum Abrufen der Uhrzeit muss daher die Lautstärke-Taste an der Seite gedrückt werden. Gleiches gilt zur Prüfung, ob eine Nachricht eingegangen ist. Frühere Produkte des Herstellers machten es dem Nutzer in diesem Punkt einfacher. Klar, Sony Ericsson versucht, den Stromverbrauch des Displays möglichst zu reduzieren, um eine lange Standby- und Nutzungszeit des Handys zu erreichen. Abhilfe könnte der Hersteller schaffen, indem er eine LED einbaut, die verpasste Anrufe oder eingehende Nachrichten durch Blinken anzeigt. Aber auch auf eine derartige Option wurde beim C905 verzichtet.

Tastatur
Durch die Slider-Bauweise konnte Sony Ericsson dem C905 eine recht großzügig dimensionierte Tastatur mitgeben. Auf dem fast ebenen Tastenfeld lässt sich, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, gut tippen. Da die Tasten allerdings nicht von einander abgesetzt sind, erfordert dies etwas Eingewöhnungszeit.
Einige Probleme hatten wir mit dem Steuerkreuz und den Softkeys im oberen Bereich. Zwar sind diese Tasten ausreichend groß, haben aber einen schweren Druckpunkt und erfordern daher Kraft in der Fingerkuppe. Die Abheben- und Auflegen-Tasten, untergebracht in der Mitte zwischen Softkeys und Activity-Menü- bzw. Löschen-Taste, reagieren besonders hart. Positiver Nebeneffekt dürfte aber sein, dass sich die Tasten so gut wie nicht abnutzen werden – denn: Nicht allzu gerne erinnern wir uns an Joystick-Probleme, beispielsweise mit dem K750i.


Speicherkarten-Einschub und Systemanschluss finden sich auch beim C905 an der Seite.

Speicher
Ein weiterer Schwachpunkt des C905 ist sein Speicherausbau. Die 160 MByte Telefonspeicher sind heute nicht mehr zeitgemäß. Zwar legt Sony Ericsson einen Memory Stick M2 Micro mit zwei GByte Platz in den Lieferumfang – etwas mehr interner Speicher hätte es aber trotzdem sein dürfen. Ebenfalls unverständlich ist, warum Sony Ericsson die Linie, gestartet mit dem K850i, nicht fortführt und seinen Handys einen Kombislot verpasst: Das K850i konnte neben den M2-Sticks aus microSD-Karten lesen – ein deutlicher Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Das C905 unterstützt nun wieder nur M2-Karten. Kleiner Trost: Auch die M2s werden aktuell billiger. Eine Karte mit acht GByte bekommen Sie ab etwa 30 Euro (Stand: Oktober 2008).

Telefonbuch
1.000 Kontakte mit insgesamt bis zu 7.000 Untereinträgen können Sie im C905 ablegen. Das sollte im Regelfall ausreichen. Auch die Telefonbuchoptionen sind ordentlich und sinnvoll: Die Kontakte können sowohl auf dem heimischen Computer (mit Outlook oder der PC-Suite) als auch auf dem Memory Stick gesichert werden. So geht auch dann nichts verloren, falls das Handy einmal zum Service muss. Die Gruppenfunktionen, mit denen unter anderem Nokia auftrumpfen kann, sind beim C905 allerdings recht spartanisch. Einer Gruppe kann weder ein eigener Klingelton zugewiesen werden noch stehen weitere Funktionen zur Verfügung. Die Gruppenfunktion dient einzig und allein dazu, um Nachrichten an mehrere Empfänger zu versenden. Hier sollte Sony Ericsson seiner Telefonbuch-Software endlich mal ein Update gönnen, den diesen Punkt bemängeln Tester vieler Magazine und Internetseiten bereits seit Jahren.

PIM-Funktionen
Genauso wie die Kontakte können Sie auch Kalender, Aufgaben und Notizen mit Outlook abgleichen. Es empfiehlt sich allerdings, hierfür nicht die PC-Suite von Sony Ericsson zu verwenden, sondern den kostenlosen „My Phone Explorer“. Mit ihm gelingt die Verwaltung des Handys deutlich komfortabler als mit der Sony-Ericsson-Software.
Die Termin- und Aufgabenverwaltung im C905 entspricht der der Vorgängerprodukte. Veränderungen konnten wir nicht feststellen. Das heißt: Die Möglichkeiten gehen in Ordnung, für Profis sind sie allerdings zu rudimentär. So können Terminen keine Kategorien zugewiesen werden, eine Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Terminen wird so unmöglich. Eine Terminanzeige im Standby gibt es ebenfalls nicht. Hier müssen Sie auf das Einblenden von Notizen zurückgreifen, ein Feature, dass noch aus Ericsson Zeiten kommt und nach wie vor ein wenig für die fehlenden anderen Möglichkeiten entschädigt.

Menüführung
Zwar lässt sich auch beim C905 das Layout des Hauptmenüs verändern, empfehlenswert ist aber nur die klassische Rasteransicht. Insgesamt wirkt das Menü aufgeräumt, einzig im Organizer kommt es zu einer Überfrachtung, da dort neben Kalender, Aufgaben und Notizen auch der Taschenrechner oder der Dateimanager untergebracht wurden. Ebenso findet sich die Verknüpfung zu den zusätzlich installieren Anwendungen hier. Dennoch sollte die Menüführung des C905 keine Fragen aufwerfen. Alles ist klar strukturiert. Im Standby können die vier Richtungen der Navigationstaste frei belegt werden, zum Beispiel „Neue Nachricht“ auf links, „Kontakte“ nach unten und so weiter.

Profile
Auch das C905 verfügt über sieben Profile, die vollständig personalisierbar sind. Allerdings hat Sony Ericsson die Profilfunktion stark beschnitten. Schon seit einigen Jahren kritisieren wird die globale Klingeltonauswahl. Bei früheren Geräten konnte jedem Profil ein eigener Klingelton zugeordnet werden. Da das C905 nicht über eine separate An- und Aus-Taste verfügt, die bei vielen Handys mit einem Shortcut für die Profile belegt ist, sollten Sie die Profile beispielsweise als Schnellzugriff anlegen.

Nachrichten

Im Nachrichten-Menü fällt sofort eine Änderung ins Auge. Die Ordner „gesendet“ oder „Entwürfe“ befinden sich nun nicht mehr auf der obersten Menüebene, sondern in einem weiteren Unterordner „Nachrichten“. Warum allerdings der Posteingang nach wie vor auf oberster Ebene steht, haben wir nicht ganz verstanden. Dies ist vor allem deshalb inkonsequent, weil er nur SMS- und MMS-Nachrichten empfängt, E-Mails haben im Ordner „E-Mail“ einen eigenen Posteingang. Folglich hätte auch der SMS- und MMS-Posteingang eine Menüebene tiefer wandern müssen.
Ebenfalls neu: Ein Druck auf „Verfassen“ schlägt keine MMS-Nachricht mehr vor. Jede Nachricht ist von Grund auf eine SMS und kann durch das Einfügen von Bildern zu einer MMS umgewandelt werden. Dieser Schritt wiederum ist sinnvoll, denn MMS-Nachrichten verschicken sicher die wenigsten Nutzer. E-Mails sind aber auch hier vom globalen Verfassen-Dialog ausgenommen und bekommen einen eigenen Eingabedialog. Insgesamt, abgesehen von den kleinen bereits beschriebenen Mankos, gefällt uns die Nachrichtenanwendung des C905 aber gut.
Aus dem Nachrichtenmenü verschwunden sind die RSS-Feeds. Sie finden sich nun als „Webfeeds“ im Medienmenü. An der Funktionalität dieser Anwendung hat sich nichts geändert. Nach wie vor können Sie manuell oder automatisch aktualisiert werden. Zudem lässt sich im Standby ein Ticker einblenden, der Sie immer mit den neuesten Geschehnissen füttert. Wer dies aktiviert, sollte allerdings einen Datentarif gebucht haben, sonst wird’s schnell teuer.

Kamera

Erstmals verbaut Sony Ericsson eine 8-Megapixel-Kamera und ist damit Vorreiter auf dem Markt, auch wenn Samsung in Kürze mit dem innov8 nachziehen wird. Unterstützt wird die Kamera wieder von einem Xenon-Blitz, der auch in dunklen Räumen für gute Lichtverhältnisse sorgt. Ohne Frage macht das C905 aktuell die besten Handy-Fotos, einige Punkte sind aber, eventuell durch ein Firmware-Update, noch zu verbessern.
Allem voran steht die Intensität des Blitzes: Ist das zu fotografierende Objekt zu nahe an der Kamera, kommt es hier schnell zu einer Überbelichtung, da der Blitz sich nicht vollständig an die Lichtverhältnisse anpasst. Auch das Speichern von Bildern dauert mit bis zu sieben Sekunden noch viel zu lange. Bisher hat Sony Ericsson derartige Performance-Probleme allerdings meistens in den Griff bekommen und eine verbesserte Version nachgeliefert, die dann alle Käufer auch installieren konnten. Einige Testbilder der C905-Kamera finden Sie in unserer Fotostrecke.
Videos sind eine der großen Schwächen des C905. Es nimmt hier nur mit 320×240 Pixel auf – zu schwach im Vergleich zur Konkurrenz. Zwar sehen die Videos auf dem kleinen Display gut aus, bei der Wiedergabe auf dem Rechner allerdings stößt die Größe schnell an ihre Grenzen. Wer auf die Videofunktion wert legt, sollte sich daher nach einem anderen Gerät umschauen.


Die Kamera des C905 gehört zu den vielfältigsten auf dem Markt.

Multimedia-Funktionen

Der Unterschied zwischen Kamera- und Musik-Handys bei Sony Ericsson verschwimmt immer mehr. Zumindest die Kamerahandys verfügen mittlerweile über nahezu die gleiche Ausstattung wie die Walkman-Geräte. Dem C905 fehlen zum Walkman nur Funktionen wie SenseMe oder ShakeControl. Unterschiedlich ist vor allem der Lieferumfang, dem C905 liegt kein Musikheadset mit Klinkenanschluss bei.
Bewährt hat sich seit dem K850i das Medienmenü, das auch im C905 zum Einsatz kommt. Es aktualisiert sich automatisch und zeigt nach einigen Sekunden Bedenkzeit auch neu auf die Speicherkarte kopierte Songs und Bildern an. Auch ein Lagesensor wurde eingebaut und sorgt dafür, dass sich das Display bei Querhalten dreht – allerdings nur im Medienmenü, außerhalb, wie zum Beispiel im Hauptmenü, funktioniert das nicht.
Daneben gibt es im Menü „Unterhaltung“ die bekannten DJs für Foto- und Videobearbeitung sowie die Musikerkennung TrackID. Auch Spiele hat Sony Ericsson vorinstalliert. Welche genau das sein werden, stand zu unserem Testzeitpunkt allerdings noch nicht fest.

GPS-Funktion

Nerven gekostet hat uns im Test die GPS-Funktion des C905. Zwar funktioniert alles soweit ganz gut, der erste GPS-Fix nach dem Einschalten kann aber bis zu zehn (!) Minuten dauern. Das sollte nicht sein. Zur Standortbestimmung kann sich das C905 auch Infos übers Mobilfunknetz holen, in ländlichen Gebieten ist diese Methode aber zu ungenau.
Als Navigationssoftware hat Sony Ericsson den Wayfinder Navigator aufs C905 gepackt. Das Programm kann zur Auto- und Fußgänger-Navigation eingesetzt werden und lief bei uns problemlos. Nach 90 Tagen ist allerdings Schluss, denn dann läuft die Version ab und der Nutzer muss pro Jahr etwa 60 Euro für eine Vollversion zahlen.
Als Ersatz dient Google Maps. Mit dem Google-Tool ist allerdings keine echte Navigation, sondern nur die Routenberechnung möglich. Übers Web können auch Programme wie der „Tracker“ installiert werden, der gerade für Jogger oder Radfahrer interessant sein könnte. Insgesamt freuen wir uns, endlich GPS in einem Fotohandy zu haben (zumal Fotos auch mit dem Ort der Entstehung getaggt werden können), etwas mehr Komfort hätten wir uns aber gewünscht. Als Autonavigation taugt das C905 ohnehin erst nach der Anschaffung einer Halterung und eines Autoladekabels. Und dann können Sie sich auch gleich ein eigenständiges Navi anschaffen.


Das GPS auf dem C905 arbeitet deutlich zu langsam.

Datenfunktionen

Endlich: Ein Handy (nicht Smartphone) von Sony Ericsson bringt WLAN mit. Jahrelang haben nicht nur die Fans darauf gewartet, nun ist es soweit. Allen Enthusiasten sei aber gesagt: WLAN ist ein Stromfresser. Bei aktiviertem WLAN ist es schnell vorbei dem C905-Akku – die Standbyzeit sinkt rapide. Daher ist es empfehlenswert, WLAN ins Activitymenü aufzunehmen und bei Bedarf an- und abzuschalten.
Neben dem gut funktionierenden WLAN gibt’s im C905 auch HSDPA für schnelle Ausflüge ins Netz von unterwegs und Bluetooth. Auch der Datenaustausch per USB ist möglich, das C905 wird als Wechselspeicher erkannt. Binnen weniger Minuten wandert dank Hi-Speed eine ganze Musiksammlung auf die Speicherkarte des Handys.

Akustik

Unsere Testtelefonate mit dem C905 verliefen einwandfrei. Selten haben wir eine derart klare und vor allem natürliche Sprachwiedergabe erlebt. Sowohl auf der Festnetz- als auch auf der Handyseite kamen die Stimmen gut rüber. Der Freisprecher übersteuert zwar leicht, die Verständigung war aber niemals gefährdet. So sollte es sein.

Standby- und Gesprächszeit

15 Tage Standby und eine Gesprächszeit von sieben Stunden soll das C905 laut Sony Ericsson erreichen. Die Tester von Xonio kamen bei der Gesprächszeit auf etwa viereinhalb Stunden, was dennoch ein guter Wert ist. In der Praxis erreichten wir Standbyzeiten von etwa fünf Tagen, wurde das Handy aktiv genutzt, waren es zwei bis drei Tage. Das geht vollkommen in Ordnung, allerdings sollte, wie gesagt, WLAN deaktiviert sein.

Fazit

Trotz einiger Ecken und Kanten ist das C905 das bisher beste Kamerahandy auf dem Hause Sony Ericsson. Die Mischung ist sehr ausgewogen, Konkurrenzprodukte wie das Nokia N96 bieten allerdings mehr. Punkte sammelt Sony Ericsson aber vor allem, und das im Gegensatz zu einem Gerät wie dem N96, mit der erstklassigen Verarbeitung. Auch die Materialwahl mit der gummierten Oberfläche gefällt. In manchen Punkten scheint Sony Ericsson allerdings die Weiterentwicklung eingestellt zu haben – besonders die Kontakt- und PIM-Funktionen bedürfen dringend einer Überarbeitung. Bis 2009 bleibt das C905 allerdings erst Wahl, bevor wir dann ab dem Frühjahr wieder den neuen Geräten entgegenfiebern.

Pro:

  • super Verarbeitung
  • geschützte Kamera, die gute Bilder macht
  • GPS
  • WLAN und HSDPA
  • kleines, aber sehr gutes Display

Kontra:

  • kleiner interner Speicher
  • schwache PIM-Funktionen
  • zu intensives Blitzlicht
  • keine echte Videotelefonie möglich (fehlende Frontkamera)
  • kein Klinkenanschluss für eigene Kopfhörer

Fotostrecke zum Sony Ericsson C905

Information: So testet Vieraugen Handy

Disziplin Prozentpunkte
Lieferumfang 65
Design / Verarbeitung 79
Ausstattung 78
Multimedia 79
Praxis 80
GESAMTERGEBNIS 78,1
Johannes Michel, 2. November 2008.

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