splash
Willkommen
Herzlich Willkommen bei Vieraugen Handy.
Bei uns finden Sie Tests, Kaufberatung, News und mehr zu Handys und Smartphones.

Aktuell bei Vieraugen Handy

Sie werden immer seltener: Die besten Handys ohne Kamera

Test: Multimedia-Smartphone Sony Ericsson Xperia Arc S mit Android

Vergleichstest: Android-Smartphone HTC One X gegen Windows-Phone HTC Titan

 

Smartphone-Duell: Nokia E65 vs. Sony Ericsson P990i

Von Johannes Michel. Publiziert am 13. März 2007

Nokia gegen Sony Ericsson. Noch vor wenigen Jahren hätte wohl niemand gewagt, Nokia den Platz im oberen Business-Segment streitig zu machen. Sony Ericsson hat mit dem P990i ein Mega-Smartphone am Start, Nokia den eher kompakten Riesen. Wir haben beide Smartphones in den Ring geschickt. Lesen Sie unseren ausführlichen Vergleichtest. Jetzt neu: Mit Video der beiden Geräte im Direktvergleich!

Geballte Smartphone-Power
Wir lassen Nokias E65 gegen Sony Ericsson P990i antreten

Smartphones, also Handys mit zusätzlicher Office- und Multimedia-Ausstattung, haben sich im Markt längst etabliert. Immer weiter jagen sie den bisherigen Handys Marktanteile ab. Nokia und Sony Ericsson spielen dabei eine entscheidende Rolle. Während die Finnen auf das Symbian Series60-System setzen, hat sich Sony Ericsson für UIQ entschieden, das hauptsächlich auf die Touchscreen-Bedienung setzt. Wir lassen die beiden Smartphones in einem großen Duell gegeneinander antreten.

Fotostrecke zum Vergleich Nokia E65 – Sony Ericsson P990i
Besonderheit: In unserer Fotostrecke treten die beiden Smartphones im direkten Duell an. Das heißt: Für jede Kategorie wird eine Wertung vergeben. So können Sie genau verfolgen, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Geräte liegen.

Lieferumfang und Verpackung

Beide Hersteller setzen beim Lieferumfang eher auf Gewohntes. So liegen jeweils Akku, Ladekabel, Anleitung, CD-Rom, USB-Kabel und ein Headset im Paket. Während Sony Ericsson sich allerdings ein Stereo-Headset leistet, müssen sich die E65-Käufer mit einem Mono-Headset mit nur einem Ohrhörer begnügen, das sich aus diesem Grund nur fürs Telefonieren eignet. Nokia bedient noch diejenigen, die ihr Gerät gerne geschützt sehen, mit einer kleinen Tasche. Bei Sony Ericsson findet sich neben den genannten Inhalten noch eine 64 MByte-Speicherkarte sowie eine Tischstation, damit Sie das P990i nicht immer manuell mit dem USB-Kabel und Ladegerät verbinden müssen. Um das P990i auch ohne Klappe betreiben zu können, packt Sony Ericsson noch die Blende sowie einen kleinen Schraubenzieher zum Abschrauben der Klappe dazu. Das Wechseln zwischen Klappe und Blende ist eine Sache von Minuten und funktionierte im Test schnell und einfach.
Die Verpackung der beiden Geräte ist Hersteller üblich.

Design und Verarbeitung

Das Design der beiden Smartphones wird sowohl seine Freunde und seine Feinde finden. Während Nokia eher auf ein schmales und handliches Gerät setzt, das sich gut auch mit einer Hand bedienen lässt, ist das Sony Ericsson ein echter Brocken. Es wiegt satte 40 Gramm mehr als das E65 und ist auch mit 25 Millimeter fast einen Zentimeter dicker. Dies liegt zum einen an der etwas vorstehenden Klappe sowie am deutlich größeren Display. Außerdem benötigt beim P990i der Stift zur Bedienung des Touchscreens auch seinen Steckplatz im Gehäuse.
Verarbeitet sind beide Geräte gut bis sehr gut. Eine Schwäche fanden wir aber bei beiden. Beim Nokia ist das der Slidermechanismus, der im geschlossenen Zustand auf der rechten Seite minimales Spiel aufwies, beim Sony Ericsson der Akkudeckel, der nach einiger Zeit leicht zu Knarzen anfing.


Ganz schön klein: Gegen das P990i wirkt das Nokia richtig „schlank“.

Hardware und Ausstattung

Display
Gleiche Auflösung, unterschiedliche Größe und Farbanzahl: Beide Displays lösen 240×320 Pixel auf. Während das E65 aber 16,7 Millionen Farben auf Fläche von nur 15 cm² anzeigt, bietet das P990i satte 22,5 cm² an, allerdings in „nur“ 262.000 Farben. Das Display des E65 ist ohne Frage deutlich brillanter, dennoch wird der Nutzer schon vor eine schwierige Aufgabe gestellt, wenn er die übertrieben kleine Systemschriftart lesen soll. Besonders in E-Mails und Texten fällt dies auf. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn Nokia eine Zoom-Funktion anbieten würde, wie das beim P990i der Fall ist. Aber Fehlanzeige. Das P990i hingegen erlaubt in den meisten Dialogen drei Zoomstufen: Klein, Mittel (Normal) und Groß.
Seinen größten Vorteil spielt das Display des P990i dahingehend aus, dass es sich um einen Touchscreen handelt. Näheres dazu erfahren Sie im folgenden Unterpunkt.

Tastatur
Das Bedienkonzept des Nokia E65 ist ein vollkommen klassisches. Im geschlossenen Zustand stehen dem Nutzer neben der Auflegen- und Abheben-Taste aber eine Fülle weiterer Funktionen zur Verfügung. Für alle Anwendungen, in denen nicht getippt werden muss, können Sie den Slider also geschlossen lassen. Neu ist die Taste fürs Telefonbuch sowie zwei Tasten mit Telefonie-Sonderfunktionen: Konferenzgespräch und Stummschaltung. Die vierte Taste rund um das Steuerkreuz kann frei konfiguriert werden. An der Seite hat Nokia eine Aufnahmetaste, die auch zum Starten der Sprachwahl dient, angebracht. Darunter finden sich eine Taste zum Umschalten der Tippmodi (Buchstaben, Zahlen, T9 usw.) sowie die Lautstärkeregulierung. Sondertasten für Multimediafunktionen wie Kamera oder Musikplayer fehlen. Geöffnet präsentiert sich ein aufgeräumtes Tastenfeld, mit dem sich mühelos auch längere Texte tippen lassen.
Ganz anders kommt das P990i daher. Zwar gibt es auch hier einen geschlossenen und einen offenen Zustand, es offenbaren sich aber deutliche Unterschiede im Vergleich zum E65. Geschlossen können Sie das P990i wie ein normales Handy bedienen, also SMS schreiben, Telefonieren, Spiele laufen lassen, Musik hören usw. Die wichtigsten Funktionen stehen in diesem Betriebsmodus größtenteils zur Verfügung. Da die Tastatur sehr großzügig angelegt ist, empfiehlt sich nicht das Tippen eines Romans, für eine SMS zwischendurch geht das aber in Ordnung. Auf der rechten Seite hat Sony Ericsson eine Schnelltaste fürs mobile Internet untergebracht, die sich auch mit anderen Funktionen belegen lässt. Am unteren Ende des Gehäuses ist der Kameraauslöser verbaut. Links gibt’s vier Tasten: eine zum Starten und Beenden des Musikplayers, eine Zurück-Taste, einen Schieber für die Tastensperre sowie das Jogdial, das sich nach oben und unten bewegen sowie nach innen drücken lässt. Dieses kleine Rädchen ist auch im geöffneten Zustand sehr nützlich. So können Sie zum Beispiel durch längere Menülisten navigieren, ohne den Stift für den Touchscreen verwenden zu müssen. Für alles andere ist dieser aber notwendig. So erreichen Sie das z.B. das Einstellungsmenü nur bei geöffneter Klappe. Wer es lieber PDA-like mag, kann die Klappe auch abmontieren. Das P990i ähnelt dann einem Blackberry. Zwar müssen Sie dann auf die kleine QWERTZ-Tastatur unter dem Display zurückgreifen, aber das Arbeiten fällt mit ihr sehr leicht. Die Druckpunkte sind gut und die Tasten auch nicht zu klein, um längere E-Mails tippen zu können.


Beim P990i findet sich unter dem Display eine kleine Schreibmaschinentastatur.

Speicher
Beim Speicherausbau zeigen sich beide Hersteller recht knauserig. Das Nokia E65 bietet intern 50 MByte, das P990i 80 MByte. Zwar wurde beiden Geräten ein Speicherkartenslot gegönnt, für Business-Smartphones ist der Speicherausbau aber recht mager. Sony Ericsson legt immerhin eine 64 MByte fassende Karte ins Paket, Nokia verzichtet. Bei den Speicherpreisen hat allerdings Nokia die Nase vorn. Eine microSD-Karte mit einem GByte kostet zur Zeit günstigst ab 13 Euro, ein Memory Stick Pro Duo in derselben Größe schlägt mit etwa 20 Euro zu Buche.

Telefonbuch
Hier können beide Geräte den Vorteil ihres Symbian-Betriebssystems voll ausspielen. Es lassen sich beliebig viele Kontakte mit mehreren Telefonnummern, E-Mail- und Postadressen speichern. Auch Gruppenfunktionen sind vorhanden. Außerdem können Sie den Kontakten auch Bilder zuordnen, die dann bei eingehenden Anrufen anzeigt werden – beim Nokia leider nur in einem kleinen Fenster, für die Vollbildanzeige sind Zusatzprogramme notwendig.

PIM-Funktionen
Wie es sich für ein Smartphone gehört, sind die Kalenderfunktionen von E65 und P990i ausgereift. Der komplette Kalender lässt sich, inklusive der meistens Details, mit Microsoft Outlook abgleichen. Auch stehen Serientermine sowie Gruppierungen zur Auswahl. Für den Geschäftsmann wird auf jeden Fall einiges geboten. Das Nokia-Betriebssystem Symbian S60 3rd Edition erlaubt zudem, die aktuellen Termine und Aufgaben direkt im Standby anzuzeigen. Beim Sony Ericsson P990i ist dies ohne Zusatzsoftware nur bei abgeschraubter Klappe möglich. Dort kann zwischen einem Today- und einem Programm-Schnellstart-Screen ausgewählt werden.


Übersichtlichkeit im Kalender zeigen beide Smartphones (hier: E65).

Office
Den großen Laptop werden Smartphones wohl in absehbarer Zeit nicht ersetzen können. Dennoch bieten auch Möglichkeiten zum Betrachten und Bearbeiten von Dokumenten. Beide Smartphones setzen auf die Software „Quick Office“, die von Haus aus installiert ist. Während Sie mit dem E65 Dokumente nur anzeigen lassen können, erlaubt das P990i auch deren Bearbeitung. Mit einem kleinen Griff in den Geldbeutel lässt sich diese „Geizigkeit“ von Nokia zwar mit einem Update ausmerzen, dennoch darf hier Kritik geübt werden. Wer als Nokia E65-Nutzer ein neues Dokument erstellen möchte, kann dies nur über die Notizen-Funktion tun. PDF-Dateien hingegen können Sie, wie sollte es auch anders sein, mit beiden Geräten nur betrachten, aber nicht erzeugen.
Beim P990i steht zudem noch ein Visitenkartenscanner zur Verfügung. Weitere Bürofunktionen hat auch das E65 zu bieten. Die vorinstallierte Software „Teams“ ist zwar nicht mehr als eine verbesserte Gruppenverwaltung, die sich in ebendieser Form auch im Telefonbuch wieder findet, dennoch lässt sich damit gut arbeiten, da auch E-Mails der Kontakte mit einer Filterfunktion eingebunden werden können. Ebenfalls dabei: Ein Zip-Programm sowie der SMS-Vorleser, der Ihnen auf Wunsch die Texte vorliest. Schade, dass dieser nicht direkt ins Nachrichtenmenü integriert wurde. Denn wer eine neue SMS erhält, landet nun mal zuerst im Nachrichten- und nicht im Office-Menü.

Menüführung
Da beide Hersteller auf ein offenes Betriebssystem setzen, können Sie sich das Menü fast vollständig nach eigenen Wüschen zusammenstellen. Im Auslieferungszustand geben allerdings sowohl das E65 als auch das P990i Rästel auf. Beispiel E65: Warum finden sich die Internetkonten unter „Einstellungen – Verbindungen“ und nicht direkt unter dem Hauptmenüpunkt „Verbindungen“. Beim P990i: Warum sind die Aufgaben unter „Office“ zu finden, der Kalender aber nicht? Zum Glück können Sie umkonfigurieren. Wenn Sie sich einige Zeit mit dem jeweiligen Smartphone beschäftigt haben, sollte die Bedienung kein Problem mehr darstellen.
Die Arbeitsgeschwindigkeit ist mit dem E65 deutlich höher. Das P990i braucht sowohl zum Starten des Betriebssystems als auch beim Aufrufen von Anwendungen deutlich länger als das Nokia-Gerät.


Die Menüs lassen sich vollständig personalisieren (hier: P990i).

Profile
Hier muss der Punkt ganz klar an das Nokia E65 gehen, denn: das P990i bietet keine Profile. Diese Lücke in der P-Serie schleppt Sony Ericsson schon seit deren Einführung und damit seit dem P800, P900 und P910i mit sich herum. Zwar gibt es Zusatzprogramme, aber eine derart bedeutende Funktion sollte von Haus aus mit dabei sein.
Bei Nokia hingegen findet sich eine vielfältige Profilverwaltung. So kann den unterschiedlichen Profilen ein eigene Ruf- oder Nachrichtenton zugeordnet werden. Auch deren Umbenennung ist möglich. Was fehlt ist lediglich eine Zeitsteuerung.

Nachrichten

Für ein Smartphone sind die Nachrichtenfunktionen wohl das Zentralste überhaupt. Viele Nutzer verschicken täglich E-Mails oder lassen sich neueste Infos aus der Firma zusenden. Daher ist hier eine ordentliche Funktionsfülle unerlässlich. Beide Smartphones bieten hiervon genügend an, so dass auch der Topmanager zufrieden sein dürfte. Subjektiv hatten wir aber den Eindruck, dass sich das E65 etwas leichter konfigurieren ließ. Das mag daran liegen, dass Einstellungen immer über den linken Softkey vorgenommen werden, der meist mit „Optionen“ beschriftet ist. Beim P990i hingegen funktioniert dies über ein ausklappbares Dialogfeld im oberen Teil des Bildschirms. Ob es aktiv ist, lässt sich nur anhand eines kleinen nach unten weisenden Pfeils erkennen, was aber gerne übersehen wird.
Vielschreiber und auch gerade die jüngere Kundschaft, die oftmals mehr Nachrichten im Handy transportiert als der Businessman, können ihre „Messages“ in Ordnern sortieren. Auch eine einfache, aber effektive Suchfunktion wurde bei beiden Handys integriert. Wir brauchen wohl kaum darauf hinzuweisen, dass sowohl SMS als auch MMS und E-Mail unterstützt werden.


Nachrichtenfunktionen: Absolut topp bei beiden Geräten (hier: E65).

Kamera

Zwar haben beide Modelle eine Kamera mit jeweils zwei Megapixel am Start, dennoch fällt die Qualität sehr unterschiedlich aus. Das E65 versagt sowohl im Freien, da die Bilder einen deutlichen Grünstich erhalten, als auch in Innenräumen, da eine Hilfs-LED fehlt. Das P990i liefert zwar auch keine überragenden Fotos ab, zeigt aber, dass auch Smartphones sich vor normalen Handys in Sachen Kamera nicht verstecken müssen.
Die Videoqualität (320×240 Pixel) ist bei beiden Geräten ausreichend, Pixel-Stör-Effekte fanden wir sowohl beim Nokia als auch beim Sony Ericsson.

Beispielbilder der Kameras finden Sie in unserer Fotostrecke.

Multimedia

In Sachen Multimedia hingegen sind beide Geräte als eher gleichwertig zu betrachten. Beide bringen einen ordentlichen Musikplayer mit, das P990i zusätzlich ein UKW-Radio, das E65 als Zusatzsoftware den vorinstallierten „Realplayer“. Musik hören können Sie also recht komfortabel, die Player sind multitasking-fähig und laufen auch, wenn Sie nebenher eine SMS schreiben oder arbeiten möchten. Hätte Nokia nur nicht auf das Stereo-Headset verzichtet. Zwar können Sie ein derartiges recht günstig erwerben, aber diese Lücke ist überflüssig.
Viel mehr Mutlimedia haben die Smartphones nicht an Bord. Beim E65 finden sich nicht einmal Spiele. Das P990i hat zwei mit dabei: „Quadra Pop“, eine Tetris-Variante und „Pro Golf 3D“, ein grafisch sehr aufwändig gestaltetes Golfspiel, das durchaus einige Stunden fesseln kann. Beim Nokia können Sie sich kostenlos ebenfalls ein Golf-Spiel von der Herstellerhomepage herunterladen.


Erinnert stark an den Walkman-Player: Musikplayer des P990i.

Datenfunktionen

Wie es sich für ein Smartphone gehört, haben sich die beiden Hersteller bei den Datenfunktionen nahezu für eine Vollausstattung entschieden. Das P990i beherrscht UMTS, Bluetooth, Infrarot und W-LAN, das E65 zusätzlich EDGE sowie Voice over IP (VoIP), so dass Sie, einen kompatiblen Router vorausgesetzt, zu Hause über das Internet telefonieren können. In Sachen Bluetooth hat Nokia allerdings gespart: Es fehlt der A2DP-Standard zum drahtlosen Übertragen von Musik. Da schon ein Stereoheadset im Lieferumfang fehlt, hätten sicher viele Nutzer gerne auf ein Stereo-Bluetooth-Headset zurückgegriffen. Dies verwehrt Nokia allerdings.
Videotelefonate können Sie mit beiden Smartphones ebenfalls führen, beim Nokia allerdings wurde auf die Frontkamera verzichtet, so dass der Gesprächspartner Sie nicht sehen kann.

Akustik

Als Telefone eignen sich beide Geräte hervorragend. Sowohl die Gesprächsqualität als auch der integrierte Freisprecher wissen zu überzeugen. Dennoch sollten die Hersteller über eine höhere Lautstärke des Ohrhörers nachdenken, denn gerade in einer lauten Innenstadt stoßen auch die Smartphones an ihre Grenzen.

Standby- und Gesprächszeit

Viel Leistung zieht viel Akku. Dieser Logik können sich weder das E65 noch das P990i entziehen. Zwar können Sie mit beiden jeweils über vier Stunden telefonieren, enttäuschend ist aber die Standbyzeit. Hier kamen wir bei mäßiger Nutung jeweils auf etwa drei bis vier Tage. Besonders bei aktiviertem W-LAN gehen die Akkus stark in die Knie. Hier hilft, auch wenn viele Experten behaupten, bei heutigen Akkus wäre das nicht notwendig, auf jeden Fall ein Akkutraining, meint: Den Akku zu Beginn möglichst weit entleeren und wieder vollständig aufladen.

Besonderheiten

Da wir es hier mit zwei Power-Smartphones zu tun haben, bringen diese natürlich einige Extras mit. Beim E65 ist zum Beispiel die Sprachwahl zu nennen, die Sprecher unabhängig funktioniert. Das bedeutet: Sie müssen für die Kontakte keine Sprachbefehle mehr aufzeichnen. Nachteil: Pro Kontakt wird nur die Standardrufnummer mit einem Sprachbefehl verknüpft. Alle anderen müssen Sie manuell anwählen. Eine derartige Funktion hat das P990i nicht zu bieten, dafür können Sie aber jeder Telefonnummer eines Kontaktes einen eigenen Sprachbefehl zuordnen.
Die Technik Push-to-Talk hat ebenfalls Einzug ins Nokia E65 gefunden, Sony Ericsson hingegen verzichtet. Dies soll aber aufgrund der geringen Bedeutung dieser Technik nicht in der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden.


Liest auf Wunsch Nachrichten vor: Nokias „Vorleser“.

Fazit

Nokia und Sony Ericsson haben mit ihren beiden Business-Smartphones sehr gute Geräte vorgelegt. Zwar litt das P990i zu Beginn unter einigen Kinderkrankheiten, die aber mit der aktuellen Firmware größtenteils beseitigt wurden. Dennoch: Wenn Sie ein wirklich schnelles Smartphone wünschen, sollten Sie zum Nokia greifen. Das gilt auch bezüglich der Größe. Alle anderen können getrost zum P990i greifen, das insgesamt etwas ausgereifter ist und sich durch den Touchscreen effektiver bedienen lässt. Auch fällt das Tippen durch die QWERTZ-Tastatur unter dem Bildschirm leichter. Insgesamt ein denkbar knapper Sieg für Sony Ericsson.

Exklusiv für unsere Leser: Das Video zum Test: Zum Direktanschauen über den Player unten.

Fotostrecke zum Vergleich Nokia E65 – Sony Ericsson P990i

Information: So testet Vieraugen Handy

Disziplin Prozentpunkte
E65/P990i
Lieferumfang 60/65
Design / Verarbeitung 86/77
Ausstattung 78/82
Multimedia 50/60
Praxis 83/87
GESAMTERGEBNIS 71,9/76,2
Johannes Michel, 13. März 2007

Stichwörter: , , , , , , , , , ,

Ähnliche Beiträge
Rubrik Testberichte

Kommentar hinterlassen

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu hinterlassen.