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Test HTC Touch2

Von Johannes Michel. Publiziert am 15. Januar 2010

Als erstes Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Windows Mobile 6.5 kam das HTC Touch2 im Herbst 2009 auf den Markt. Mit seinen kompakten Maßen ist es das perfekte Windows-Gerät für die Hosentasche. Was es sonst noch kann und wo seine Schwächen liegen, beantwortet unser Test.

Klein, aber nicht perfekt
Auch das Touch2 hat mit gewissen Schwächen zu kämpfen, gefällt aber

Windows Mobile ist und bleibt die flexibelste Plattform für Smartphones. Schon allein deshalb, weil die Nutzer nicht mit Funktionseinschränkungen gegängelt werden wie bei den gerade so populären Geräten von Google und Apple. Dennoch wird das Touch2 von HTC nicht bei allen Nutzern Anklang finden, denn die Erwartungen an ein solches Gerät steigen immer mehr.

Fotostrecke zum HTC Touch2

Lieferumfang und Verpackung

Das HTC Touch2 kommt in einer kleinen schwarz-weißen Verpackung zum Kunden. Diese lässt schon erahnen, dass der Lieferumfang sehr spartanisch ausfallen wird. Im Karten liegen schließlich das Gerät selbst, der Akku, ein kombiniertes USB- und Ladekabel, ein Headset sowie eine kurze Anleitung. Auf Speicherkarte, Tasche sowie weiteres Zubehör verzichtet HTC. Nicht einmal eine CD mit Treibersoftware findet sich im Lieferumfang. Das bedeutet: Wollen Sie das Handy mit dem PC synchronisieren, müssen Sie zunächst die Software selbst herunterladen (für Windows XP: Microsoft Active Sync, für Windows Vista/7: Windows-Mobile-Gerätecenter).

Design und Verarbeitung

Mit Maßen von 104 x 55 x 13 Millimeter gehört das HTC Touch2 zu den kleinsten Windows-Mobile-Handys aller Zeiten. Daneben wirkt sogar ein HTC Hero groß, das gerade einmal acht Millimeter höher und einen Millimeter breiter ist. Von Boliden wie dem HTC HD2 ganz zu schweigen. Mit den kompakten Abmessungen stört das Touch2 auch nicht in der Hosen- oder Hemdtasche. Beim Gewicht liegt das Touch2 mit 110 Gramm ebenfalls im Rahmen. Auf den ersten Blick wirkt das Touch2 zudem gut verarbeitet, was sich auch bei genauerem Hinschauen bestätigt. Selbst der ansonsten so anfällige Akkudeckel sitzt hundertprozentig. Lediglich der kleine Spalt unterhalb der Tasten an der Front sollte noch schmaler ausfallen, da hier mit Sicherheit nach einiger Benutzungszeit Staub eindringen wird.
Vorbildlich hat HTC an der Oberseite einen 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer verbaut. Somit ist der Anwender nicht auf das mitgelieferte Headset angewiesen, sondern kann auch eigene Kopfhörer anschließen. An der Unterseite sitzt eine USB-Buchse, die sowohl zum Laden als auch zur Datenübertragung dient. Die linke Seite ziert ein Wippschalter für die Regelung der Lautstärke sowie der Hinweis auf den Speicherkarten-Einschub, der aber nur durch Entfernen des Akkudeckels zugänglich ist. Rechts befinden sich gar keine Tasten.
Auf der Front hat HTC unter dem Touchscreen fünf kleine Tasten verbaut. Das sind (von links nach rechts): Abheben, Home-Screen, Windows-Menü, Zurück und Auflegen (An-/Ausschalten). Unter dem Display gibt es zudem eine Zoomleiste, die beispielweise im Browser Webseiten vergrößert und verkleinert. Aufgrund der dunklen Gehäusefarbe ist das Touch2 wenig anfällig für Fingerabdrücke, das Display sollten Sie aber ab und zu reinigen. Für die klassischen Windows-Fans und für manchmal zu kleine Schaltflächen gibt es auf der Rückseite noch einen Bedienstift, der nach unten herausgeschoben wird. Den brauchen Sie aber nur selten.

Hardware und Ausstattung

Display
Schon aufgrund der geringen Größe des Handys fällt das Display recht klein aus und kommt in der Diagonalen auf nur 2,8 Zoll (42 x 56 Millimeter. Für reine Touchscreen-Geräte ist das im gerade noch erträglichen Bereich. Schwerer wiegt da die schwache Auflösung des Displays, die nur 240 x 320 Pixel beträgt. Nicht nur Fotos wirken daher auf dem Display pixelig, auch viele Symbole in den Menüs werden unscharf angezeigt. Dies fällt besonders dann auf, wenn Sie die Helligkeit des Displays reduzieren, um Akku zu sparen. Einen Helligkeitssensor zur automatischen Regelung der Helligkeit anhand des Umgebungslichts gibt’s beim Touch2 nicht. Nach einer wählbaren Zeit, vordefiniert ist eine Minute, schaltet das Handy in den Energiesparmodus und aktiviert die Tastensperre. Das Display bleibt so lange dunkel, bis Sie die Auflegen-Taste zum Reaktivieren drücken.

Touchscreen
Eine Tastatur hat das HTC Touch2 nicht, daher wird diese Wertung durch den Touchscreen-Test ersetzt. Die verbaute Komponente im Touch2 ist resistiv. Das bedeutet: Der Touchscreen erfordert zum Auswählen von Funktionen einen leichten Druck. Dafür lässt er sich auch mit einem Stift bedienen, was bei der Diagonale von nur 2,8 Zoll ab und zu Sinn macht. Im Gegensatz zur Vorgängerversion funktioniert unter Windows Mobile 6.5 nun auch die Fingerbedienung recht ordentlich. Listen werden beispielsweise nicht mehr über Scrollbalken verschoben, sondern einfach per Fingerstreich. Funktionen wie Multitouch oder Gesten unterstützen resistive Touchscreens allerdings nicht.
Zum Tippen blendet das Touch2 eine großzügig dimensionierte Tastatur ein. Zur Wahl stehen eine normale Handytastatur, Kompakt-QWERTZ oder QWERTZ. Selbst auf der vollständigen QWERTZ-Tastatur lässt sich bequem mit den Fingern tippen. Das könnte auch daran liegen, dass die Tastatur bis ins Detail der des Android-Smartphones HTC Hero gleicht. Sogar eine Korrekturhilfe gibt es, die meist sinnvoll die Eingaben prüft und mögliche Fehler erkennt.
Zu kritisieren bleibt, dass der Touchscreen manchmal leicht nachhängt und erst auf den zweiten Versuch das macht, was der Nutzer möchte. Zum Scrollen durch die Menüs ist sogar ordentlicher Druck auf das Display nötig, damit nicht versehentlich eine Anwendung startet. Das könnte besser sein, ist aber nach einer kurzen Eingewöhnung kein Problem mehr.


Die Tastensperre wird beim Touch2 durch Ziehen nach links oder rechts ausgeschaltet.

Speicher
Für Programme hält das Touch2 knapp 175 MByte Speicher bereit. Da keine Speicherkarte im Lieferumfang liegt, sollten Sie direkt beim Kauf nachrüsten. Das Touch2 akzeptiert Karten vom Typ microSD mit Kapazitäten bis zu 32 GByte. Bei den heute geringen Preisen sollte eine ausreichend große Karte Pflicht sein. Für die Programminstallation reicht der interne Speicher zwar, sobald allerdings Fotos, Videos, Musik und eventuell Navigationskarten dazu kommen, wird der Speicher schnell knapp. Zur Seite steht dem internen Programmspeicher ein Arbeitsspeicher von 256 MByte, der Prozessor von Qualcomm taktet mit 528 MHz.

Menüführung
Auf die klassische Menüführung von Windows Mobile vertraut HTC schon lange nicht mehr. Windows Mobile sieht eigentlich vor, über die Windows-Taste (auf dem Touchscreen und unter dem Display) das Hauptmenü zu öffnen und dort durch die Programme zu navigieren. Diese Option gibt es beim Touch2 auch noch, allerdings werden die wenigsten Nutzer sie oft gebrauchen.
HTCs Lösung heißt TouchFLO oder neuerdings Sense. Diese Oberfläche setzt der Hersteller auf Windows Mobile auf und verleiht dem ansonsten optisch leicht angestaubten System ordentlich Glanz. Die Schaltflächen in TouchFLO sind groß genug, um sie durchgängig mit den Fingern zu bedienen. Lediglich unter der Oberfläche werkelt nach wie vor Windows Mobile, das Sie bei der TouchFLO-Version im Touch2 noch erkennen – bei Highend-Smartphones wie dem Touch HD2 ist HTC hier noch eine Stufe weiter gegangen und versteckt Windows Mobile fast völlig.
TouchFLO arbeitet im Touch2 mit mehreren Bildschirmen: Auf einem „Startbildschirm“ werden Uhrzeit, Datum und Termine anzeigt. Über „Personen“ können Sie Favoritenkontakte definieren und diese schnell aufrufen. Unter „Nachrichten“ werden die letzten SMS-Nachrichten angezeigt. Die Schaltfläche „Mail“ enthält Infos über zuletzt eingegangene E-Mail-Nachrichten. Unter „Internet“ finden Sie den Link zum Browser und zu Youtube sowie diverse Verknüpfungen, die Sie natürlich ganz nach Ihren Wünschen bearbeiten können. „Fotos und Videos“ listet die zuletzt geschossenen Bilder und Filme auf, mit einem Fingerwisch lässt sich schnell durch die Liste blättern. Die Schaltfläche „Musik“ enthält den HTC-eigenen Musikplayer, der in den meisten Belangen besser funktioniert als der ebenfalls installierte Windows Media Player. Über „Wetter“ können Sie den Wetterbericht für verschiedene Städte abrufen, die „Kartensuche“ verlinkt auf das Programm Google Maps. Last but not least können Sie unter „Einstellungen“ diverse Funktionen bearbeiten sowie den Kommunikationsmanager aufrufen, die Liste mit „Programmen“ erlaubt weitere Schnellzugriffe.
HTC hat mit TouchFLO eine mächtige Windows-Oberfläche geschaffen, die sich gut bedienen lässt und für viele Nutzer den Blick unter die Oberfläche fast unnötig werden lässt. Auch die Performance des Systems ist in Ordnung, in unserem Test kam es zu keinen Aussetzern oder Rucklern. Wem TouchFLO dennoch nicht gefällt, der kann es über die Optionen des Heute-Bildschirms unter Einstellungen auch deaktivieren und die Standardlösung von Windows Mobile nutzen.

Telefonbuch
Das Telefonbuch in Windows Mobile ist zwar optisch kein Gewinn, dafür aber sehr funktional. Neben den verschiedensten Daten können auch Notizen, Geburtstage und Jahrestage erfasst werden. Vom Aufbau her erinnert es stark an die PC-Software Outlook. Etwas schwach ist die Suchfunktion implementiert. Die Suche nach Namen funktioniert einwandfrei, Ort oder Firma eines Kontaktes reichen dem Telefonbuch zum Auffinden eines Kontaktes aber nicht aus.

PIM-Funktionen
Auch die Kalenderfunktionen gehören zur Stärke von Windows Mobile. Der Kalender kommt mit Serienterminen, Kategorien und Jahrestagen einwandfrei zurecht und lässt sich vollständig mit Outlook abgleichen. Dazu notwendig ist die Software Active Sync oder Gerätecenter. Dank des vollständigen mobilen Officepakets können Sie auch unterwegs Word- und Excel-Dateien bearbeiten und erstellen, sogar die Anzeige von Präsentationen ist möglich. HTC installiert außerdem einen pdf-Reader. Notizen und Aufgaben gibt es, wie in Outlook, auch im Handy. Somit haben Sie immer ihr gesamtes Büro dabei, sobald Sie das Haus verlassen. Einzige Voraussetzung ist: Sie müssen das Handy regelmäßig mit dem Rechner synchronisieren.

Profile
Dieser Punkt ist schnell abgehakt: Denn ebenso wie Android und Symbian UIQ verfügt auch Windows Mobile über keinerlei Profile. Lediglich die Optionen „Klingeln“, „Vibrieren“ oder „Lautlos“ stehen zur Verfügung. Nachrüsten lässt sich lediglich mit kostenpflichtiger Software.

Nachrichten

Traditionell gibt es bei Windows Mobile nur eine Anwendung für den gesamten Mail- und SMS-Verkehr. HTC hat in der TouchFLO-Oberfläche zwar SMS und E-Mail getrennt, im Endeffekt führen beide Schaltflächen aber zur typischen Windows-Mobile-Anwendung. SMS- und MMS-Nachrichten landen dort in einem separaten Ordner, ein weiterer wird für jedes E-Mail-Konto angelegt. Dieses kann dann wiederum Unterordner wie Posteingang, Gesendet oder Entwürfe enthalten. POP3, IMAP und natürlich Microsoft Exchange sind für das Touch2 damit kein Problem.
Am besten funktioniert der Mailabruf über Active Sync und einen Exchange Server. Da die wenigsten Nutzer über einen solchen verfügen dürften, empfiehlt sich bei professioneller Mailnutzung von unterwegs ein extern gehosteter Server, etwa von mail2web.com. Ab etwa vier Euro im Monat ist hier der mobile Maildienst zu haben. Selbstverständlich ist ein Exchange Server zur Nutzung von Windows Mobile nicht nötig, er erleichtert aber die Arbeit mit E-Mails.
Ansonsten gibt es zum Nachrichten-Clienten wenig zu sagen. Er unterstützt alle gängigen Funktionen und zeigt zugleich, das Windows Mobile eigentlich ein Betriebssystems fürs Business ist. Kleiner Wermutstropfen: Nutzen Sie mehrere Mailpostfächer, müssen Sie jedes einzeln aktualisieren, falls sie nicht den automatischen Abruf nutzen. Denn eine Option „Alle senden/empfangen“ gibt es bei Windows Mobile nicht.
Eine Lücke im Betriebssystem behebt HTC dafür. Der Hersteller installiert einen vollwertigen RSS-Reader, den es in Windows Mobile ansonsten nicht gibt. Er findet sich unter der Bezeichnung „RSS Hub“ im Hauptmenü. Die Funktionalität und Bedienbarkeit geht in Ordnung und liegt in etwa auf der Höhe vergleichbarer Programme wie Viigo oder SPB News.

Kamera

Bei der Kamera spart HTC traditionell einige Dollar an Produktionskosten ein – zumindest hat die bisherige Produktpolitik des Herstellers diesen Verdacht mehr und mehr erhärtet. Im Touch2 werkelt eine 3,2-Megapixel-Kamera mit Fixfokus, eine Fotoleuchte gibt es nicht. Immerhin ermöglicht HTC dem Nutzer einige Einstellmöglichkeiten wie Weißabgleich, ISO-Wert und Effekte. Die Bildqualität geht in Ordnung, wird aber einen Multimediafan sicher nicht vom Hocker reißen. Gleiches gilt für Videos: Hier zeichnet das Touch2 mit maximal 352 x 288 Pixel auf, auswählbar sind die Formate H.263 und MPEG4. Einige Beispielbilder finden Sie in unserer Fotostrecke.


Die Bilder der Kamera gehen in Ordnung, ohne Autofokus sind aber keine großen Sprünge möglich.

Multimedia

En großer Vorteil des Touch2 ist die 3,5-mm-Klinkenbuchse, die das Anschließen eigener hochwertiger Kopfhörer erlaubt. Das mitgelieferte Headset eignet sich nur für Puristen – es sitzt zu locker im Ohr und klinkt bei höherer Laustärke blechern. Apropos Lautstärke: Hier dürfte das Touch2 denjenigen gefallen, die gerne Musik in lauteren Umgebungen hören oder den Nachbarn im Zug ärgern wollen: Die Laustärke des Players liegt nahe an der Schmerzgrenze. Der in TouchFLO integrierte Player zeigt, falls verfügbar, das Cover der gerade laufenden CD an und bringt einen Equalizer mit vielen Optionen mit – von Bassreduzierung bis zu Klangbildern wie Jazz und Rock. Alternativ kann Musik auch mit dem Windows Media Player wiedergegeben werden, hier gibt es solche Optionen aber nicht.
Mit sozialen Netzwerken kann das Touch2 von Haus aus nichts anfangen. Über den Windows Mobile Marketplace, der bereits auf dem Gerät vorinstalliert ist, lassen sich passende Anwendungen aber nachladen. Wir empfehlen für Facebook die offizielle Anwendung von Microsoft, für Twitter den Clienten moTweets, der zudem mit einer schicken Optik aufwartet.
Apropos Marketplace: Der App-Store von Microsoft hat sich auch nach einigen Monaten nicht wirklich gefüllt. Zwar sind einige sinnvolle Programme verfügbar, die meiste Software findet sich aber immer noch für die klassische Internetsuche. Spiele sind ebenfalls Mangelware – und mit den installierten Solitär und Bubble Breaker werden die meisten Nutzer sicher nicht glücklich. Da hilft nur „googeln“.
Für Ausflüge ins Internet gibt es auf dem Touch2 zwei Browser. Der Internet Explorer von Microsoft ist schon etwas in die Jahre gekommen, kann aber Flash-Seiten anzeigen und damit zum Beispiel auch Youtube-Videos abspielen. Aufgrund des eher mittelmäßigen Prozessors macht das auf dem Touch2 aber wenig Spaß. HTC setzt als Standardbrowser auf Opera Mobile in der Version 9.5. Mit ihm lässt sich deutlich komfortabler Surfen. Da das Touch2 keinen Lagesensor besitzt, sind Sie bei der Webseitenanzeige allerdings immer auf das Hochformat angewiesen – eine manuelle Umschaltung fehlt. Mit der Zoomleiste unter dem Display fällt das Einzoomen in Webseiten leicht – ein echter Komfortgewinn.

GPS-Funktion

Trotz der Platzierung des Touch2 in der Mittelklasse hat HTC nicht auf einen GPS-Empfänger verzichtet. Er arbeitet gut mit Google Maps zusammen und dient auch zu Navigation mit der Software CoPilot – eine 14-Tage-Testversion liegt bei. Da CoPilot die Karten allerdings aus dem Netz zieht, sind Sie hier auf einen Datentarif angewiesen. Wollen Sie öfter mit dem Touch2 navigieren, empfiehlt sich andere Navisoftware, die auch Kartendaten auf einer Speicherkarte mitbringt. Zum Geotaggen von Fotos taugt der GPS-Empfänger im Touch2 übrigens nicht.

Datenfunktionen

Hier hat HTC ganze Arbeit geleistet. Zwar fehlt dem Touch2 HSUPA für schnelle Uploads, ansonsten ist das kleine Smartphone aber auf dem neuesten Stand der Technik. Für schnelle Ausflüge ins Internet stehen HSDPA und EDGE bereit, zu Hause oder an verfügbaren Orten wählt sich das Touch2 auch in WLAN-Netze ein. Per Bluetooth können Sie nicht nur telefonieren, sondern auch Daten mit anderen Handys austauschen oder einfach das Gerät mit einem anderen synchronisieren. Vorbildlich.

Akustik

Bei unserem Telefonietest leistete sich das Touch2 keine Schnitzer. Beide Gesprächspartner waren gut verständlich, es kam zu keinen Aussetzern oder sonstigen Problemen. Auch ein oft bei Handys bemängelter blecherner Klang trat nicht auf. Einzig beim Freisprecher sollten Sie nicht die maximale Lautstärke nutzen, da das Touch2 sonst zu scheppern beginnt.

Standby- und Gesprächszeit

Die Standbyzeit von etwa 15 Tagen, die HTC in den Produktdetails zum Touch2 angibt, erreicht das Gerät nicht. Dennoch hielt es im Standby locker eine komplette Woche durch. Voraussetzung ist dann aber, dass das Gerät kaum genutzt wird und zumeist brav auf dem Tisch liegt. Realistisch dürfte eine Nutzungszeit von drei Tagen sein. Allzu viel telefonieren sollten Sie mit dem Touch2 ohnehin nicht. Chip Handy ermittelte eine Sprechzeit im GSM-Netz von nur zwei Stunden, 45 Minuten. Das können viele Geräte besser.


HTC Touch2 und Hero im Vergleich: Windows Mobile gegen Android.

Fazit

Das HTC Touch2 ist ein gelungenes Windows-Mobile-Handy. Es schafft den Kompromiss zwischen ordentlicher Ausstattung und kompakten Maßen. Anfängliche Probleme mit der Touchscreen-Bedienung waren nach einer Eingewöhnung verflogen. Für Multimediafans ist das Touch2 allerdings nicht geeignet: Eine Kamera ohne Autofokus und mit einer schwachen Videoauflösung ist nicht mehr zeitgemäß. Dafür ist das Gerät für ein Handy mit erweiterbarem Betriebssystem recht günstig. Im Januar 2010 kostete es im günstigen Fall etwa 250 Euro in Onlineshops.

Pro:

  • kompakte Maße
  • HSDPA und WLAN
  • 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • viele Businessfunktionen
  • schicke TouchFLO-Oberfläche

Kontra:

  • schwacher Akku
  • zu geringe Foto- und Videoauflösung ohne Autofokus
  • teilweise kleine Schaltflächen
  • gewöhnungsbedürftiger Touchscreen
  • veraltete Spiele

Fotostrecke zum HTC Touch2

Information: So testet Vieraugen Handy

Disziplin Prozentpunkte
Lieferumfang 35
Design / Verarbeitung 92
Ausstattung 83
Multimedia 74
Praxis 77
GESAMTERGEBNIS 78,1
Johannes Michel, 15. Januar 2010

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Rubrik Testberichte

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