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Erster Eindruck: Sony Ericsson Z550i

Von Johannes Michel. Publiziert am 3. Juni 2006

Samsung hat es schon etliche Male bewiesen: Ein erfolgreicher Hersteller von Klapphandys sollte dabei bleiben und sich besser nicht allzu oft an Barrenhandys versuchen. Gilt dies auch umgekehrt? Oder kann ein Barrenhandy-Bauer gute Klapphandys auf den Markt bringen? Wir haben und das Z550i von Sony Ericsson angeschaut, das im dritten Quartal 2006 erscheinen wird.

Sony Ericssons Edelhandy – für’s Business oder die Damenhandtasche
Das Z550i ist ein Klapphandy der Mittelklasse mit Tendenzen nach oben

Da heißt es immer: Sony Ericsson baut keine ordentlichen Klapphandys. Seit dem Marktstart des Z600 im Jahr 2003 tat sich Sony Ericsson in der Tat auf diesem Segment etwas schwer. Das V800 war als UMTS-Handy ein eher unbeliebter Klotz, weitere Klapphandys überzeugten nicht. Nun hat Sony Ericsson das Z550i vorgestellt. Wir konnten es einem ersten Kurztest unterziehen.

Fotostrecke: Sony Ericsson Z550i

Fotostrecke: Neuvorstellungen W850i, Z550i, W710i und Z710i von Sony Ericsson

Ausgereifte Eleganz
Auch wenn das Z550i erst im dritten Quartal 2006 auf den Markt kommt, wirkt es nicht nur vom Design, sondern auch softwaretechnisch schon ausgereift. Das Klapphandy liegt nicht nur gut in der Hand, außen erfreut auch eine Aluminium-Oberfläche, die allerdings eine sanfte Behandlung erforderlich macht, wenn nicht schnell Kratzer auftreten sollen. Die Tastatur überzeugt durch einen guten Druckpunkt. Das Tippen einer längeren MMS macht somit Spaß, da die Tasten deutlich voneinander abgesetzt sind. Einzig das laute Klappgeräusch, das beim Schließen des Geräts entsteht, sollte Sony Ericsson noch überarbeiten, damit der Nutzer nicht Angst um sein Display haben muss, das deutlich hörbar auf dem Tastaturteil „aufschlägt“.
Außer den beiden Tasten für die Lautstärkeregulierung auf der rechten Seite hat das Z550i keine weiteren Sondertasten außen am Gerät. Zum Bedienen muss es also auf jeden Fall aufgeklappt werden. Musikfreunde sollten sich daher nach einem anderen Gerät umschauen.
Durch sein schlichtes, aber dennoch elegantes Design passt es hervorragend zum Businessman mit Anzug, seine Dicke von nur 20 Millimetern erlaubt aber auch das Tragen in einer engeren Jeans.

Aufgerüstet in Sachen Ausstattung
Vollkommen zu Recht wird sich das Z550i in die Rubrik der Mittelklasse-Handys einordnen. Dafür bringt das Gerät aber eine ordentliche Ausstattung mit, die es durchaus als Ersthandy qualifiziert. Neben den 25 MByte Speicher, die schon im Gerät eingebaut sind, kann mit einem Memory Stick M2 Micro nachgerüstet werden. Zum Wechseln der Speicherkarte muss allerdings der Akkudeckel (nicht der gesamte Akku) entfernt werden – im Regelfall wird man sie aber auch nicht täglich wechseln.
Wie schon gesagt: Für Musikliebhaber gibt es andere Handys. Aber als mobiler Datenspeicher taugt das Klapphandy doch. Und außerdem werden die internen 25 MByte sicher schnell mit Klingelton-MP3s und Fotos der Kamera gefüllt sein.

Außen bleibt’s schwarz-weiß
Sony Ericsson gibt für sein Klapphandy Z550i eine Standby-Zeit von 320 Stunden an, das wären mehr als 13 Tage. Auch wenn in der Praxis diese Werte mit Sicherheit unterschritten werden – der Akku macht einen soliden Eindruck. Dies liegt zum einen am geringen Stromverbrauch bei geschlossener Klappe. Das monochrome Außendisplay mit blauer Beleuchtung vermittelt zwar einen spartanischen Eindruck, erfüllt aber seinen Zweck – bei niedrigem Energieverbrauch. Das Innendisplay hingegen leuchtet in 262.000 Farben, hätte aber etwas größer ausfallen können. Die Auflösung 176 x 220 Pixel kennen wir schon von den Modellen K750i und K600i.

Schnappschüsse, mehr auch nicht
Die Kamera des Z550i fotografiert mit 1,3 Megapixel. Das reicht aus, um Fotos für MMS-Nachrichten oder Kontaktbilder für ihr Telefonbuch zu machen. Puristen wird die Qualität sicher auch für kleinere Ausdrucke oder zum Archivieren auf dem Rechner reichen, allerdings gibt’s für Fotofreunde bessere Handys. Wer nicht weit über den Tellerrand blicken will, könnte mit dem K750i glücklich werden. Für Freaks empfiehlt sich allerdings das K800i, das im Juli erscheinen wird.

Telefonie überzeugt nur teilweise
Ein Handy muss vor allem eines gut können: Telefonieren. Das Z550i liefert hier gute Ergebnisse, allerdings kommt der Klang beim Gesprächspartner etwas dumpf an, der Stimme fehlt es an Höhen. Die Freisprechfunktion eignet sich sicher für den heimischen Schreibtisch, unterwegs oder in lauterer Umgebung stößt der Lautsprecher aber an seine Grenzen.

Fazit: Über Durchschnitt
Klein, schick, klassisch. Wer auf der Suche nach einem gut ausgestatteten Klapphandy mit erweiterbarem Speicher ist und vom Motorola’schen Razr-Style noch nie überzeugt war, der findet mit dem Z550i sein Handy. Es eignet sich durch die gewohnt einfache Bedienung auch gut für Einsteiger, die noch keine Handyerfahrung mitbringen. Der Preis wird sich bei etwas über 200 Euro einpendeln.

Fotostrecke: Sony Ericsson Z550i

Fotostrecke: Neuvorstellungen W850i, Z550i, W710i und Z710i von Sony Ericsson

Johannes Michel, 03. Juni 2006.

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