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Erster Eindruck: Sony Ericsson P990i

Von Johannes Michel. Publiziert am 3. Juni 2006

Im Sommer wird Sony Ericssons P990i endlich endgültig das Licht der Welt erblicken. Vorgestellt wurde es schon im Spätherbst 2005, seither sitzen die Entwickler insbesondere an der Verbesserung der Software. Wir konnten ein spätes Vorseriengerät testen und auf Stärken und Schwächen hin analysieren.

Multimediamaschine
Sony Ericssons P990i setzt nicht nur im Smartphone-Bereich Maßstäbe

Im Herbst 2004 kam das P910i als drittes Smartphone der P-Reihe von Sony Ericsson auf den Markt. Fast zwei Jahre hat man sich für einen Nachfolger Zeit gelassen. Nun soll, spätestens im August 2006, das P990i endlich bei den Händlern sein. Wir haben das Gerät einem Kurztest unterzogen.

Fotostrecke: Sony Ericsson P990i

Edle Hülle, dickes Gehäuse
Schlanke Handys scheinen Sony Ericsson nicht zu liegen. Zwar kommen mit den Smartphones M600i und W950i zwei dünne Geräte auf den Markt, das P990i weist allerdings exakt die Dicke das W900i auf: 25 Millimeter machen das Tragen in der Hosentasche fast unmöglich. Wer auf die Klappe verzichten kann, füllt seine Tasche nur mit 19 Millimetern – schon besser.
Die Verarbeitung des Vorserienmodells überzeugt. Einzig der Akkudeckel knarzt etwas. Wie auch schon seine Vorgänger erscheint das P990i in edlem silber mit glänzenden Metallapplikationen. Auf der Rückseite bringt Sony Ericsson einen „Stopper“ an, ähnlich dem Akkudeckel des Ericsson T68. Diese Gummierung sorgt dafür, dass sich das Gerät auf glatten, leicht schrägen Flächen ohne Probleme festhalten kann. Dies erweist sich auch bei Glastischen als praktisch, da somit das Smartphone nicht schon bei der leichtesten Berührung wegrutscht.

Ausstattung: mehr geht kaum
Bei der Ausstattung hat Sony Ericsson nachgelegt. Zum einen wurde das Kameramodul des K750i verbaut, also eine 2-Megapixel-Kamera mit Autofokus. Aber auch die Smartphone-Ausstattung hat zugelegt. Interessant sind hierbei vor allem UMTS und WLAN, so dass Sie ihr Handy zu Hause im drahtlosen Netzwerk betreiben können und zum Abrufen der Mails oder Prüfen der Aktienkurse nicht mehr den Rechner oder Laptop anwerfen müssen. Die Synchronisation von E-Mails in einem IMAP-Konto funktionierte im Test einwandfrei, der E-Mail-Client wird ausgereift und läuft stabil.
Das lässt sich für die gesamte Software auf Basis des Betriebssystems Symbian UIQ 3 noch nicht behaupten. Desöfteren hängte sich unser Testgerät auf und weigerte sich strikt, weitere Eingaben auszuführen. Da hilft nur: Akku entfernen und von vorne beginnen. Diese Fehler werden allerdings mit Sicherheit bis zum Marktstart behoben sein.

Alltagstauglich: Display und Tastatur
Zwar fällt das Display des P990i etwas kleiner aus als die der Vorgänger, allerdings hat sich die Auflösung verbessert (P800/P900/P910i: 208 x 320 Pixel; P990i: 240 x 320 Pixel). Das fällt besonders in den Menüs auf: Die Schriftarten wirken gut geglättet, nur bei Bildern und der Startanimation wünscht man sich eine noch etwas höhere Auflösung – VGA, also 480 x 640 Pixel, wären durchaus angebracht gewesen.
Die Außentastatur, mit der sich das P990i wie ein normales Handy bedienen lässt, weist einen guten Druckpunkt auf, so dass Sie auch eine längere SMS tippen können, ohne das Smartphone aufklappen zu müssen. Die Schreibmaschinentastatur innen unter dem Display erlaubte uns überraschend gutes Tippen. Wir hatten hier mit Schwierigkeiten wie beim P910i gerechnet, dass die Tasten klein ausfallen, hatten diese Probleme aber nicht. Gelungen: Auch bei Verwendung der Schreibmaschinentastatur arbeitet die T9-Software auf Wunsch mit und „errät“, welches Wort sie schreiben möchten. Gerade bei längeren Wendungen können Sie, sobald das Gerät ihr Wort weiß, einfach „Enter“ drücken und mit dem nächsten Wort weiter schreiben.
An der linken Seite hat Sony Ericsson eine Zurück-Taste angebracht, mit der Sie im Menü einen Schritt zurückblättern können bzw. eine Anwendung in den Hintergrund schicken können. Daran mussten wir uns erst gewöhnen, ebenso an den 3-Wege-Jogdial – die Vorgänger erlaubten noch das Drücken auch nach hinten und vorne, das ist hier nicht möglich: Nur Scrollen (oben, unten) und drücken ist möglich.

Smartphone-Funktionen
In Sachen Kalender- und Kontaktverwaltung hat sich kaum etwas verändert. Die Anzeigen wirken etwas frischer als beim Vorgänger und wurden an das Sony Ericsson-Layout der normalen Handys angepasst, so dass Sie jetzt auch über so genannte „Reiter“ navigieren können. Der „Heute“-Bildschirm zeigt, wenn gewünscht, die Termine des Tages bei geöffneter Klappe auf dem Desktop an, ebenso Nachrichten und Verknüpfungen, die der Nutzer selbst definieren kann.
Das Betriebssystem Symbian UIQ 3 wirkt insgesamt schon ausgereift, allerdings sind einige Funktionen noch nicht vollständig implementiert. Für ein Vorseriengerät erscheint uns die Software aber in Ordnung.

Telefonie: Bewährtes Konzept
Bei den Akustikwerten liefert das P990i überzeugende Werte ab. Das ist auch absolut erforderlich für ein Smartphone dieser Klasse. Weder der Festnetz- noch der Mobilfunk-Gesprächspartner klagten über Aussetzer oder dumpfen Klang. Die Lautstärke von Hörer und Freisprecher geht ebenfalls mehr als in Ordnung.

Fazit: Clever aufgerüstet
Das P990i ist auf jeden Fall ein würdiger Nachfolger. Das neue Betriebssystem wirkt frisch, die Ausstattung ist nach wie vor gut und wurde an vielen Stellen erweitert. Nach wie vor fehlen allerdings Profile, die Zusatzsoftware der Vorgänger wird nicht kompatibel sein. Spätestens im August soll das P990i erscheinen.

Fotostrecke: Sony Ericsson P990i

Johannes Michel, 03. Juni 2006.

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Rubrik Testberichte

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