splash
Willkommen
Herzlich Willkommen bei Vieraugen Handy.
Bei uns finden Sie Tests, Kaufberatung, News und mehr zu Handys und Smartphones.

Aktuell bei Vieraugen Handy

Sie werden immer seltener: Die besten Handys ohne Kamera

Test: Multimedia-Smartphone Sony Ericsson Xperia Arc S mit Android

Vergleichstest: Android-Smartphone HTC One X gegen Windows-Phone HTC Titan

 

Erster Eindruck: Sony Ericsson K850i

Von Johannes Michel. Publiziert am 6. Juli 2007

Kaum war das K810i auf dem Markt, kündigte Sony Ericsson das neue Cyber-shot-Handy K850i mit 5,0 Megapixel-Kamera an. Wir haben einen Prototypen dem ersten Test unterzogen.

Wachablösung an der Fotofront
Nach über einem Jahr bekommt das erste Cyber-shot-Handy K800i seinen echten Nachfolger

Fotostrecke: Das Sony Ericsson K850i im ersten Test

Während das K810i nur ein kleines Update des K800i war, hat Sony Ericsson Mitte Juni einen, zumindest von der Ausstattung her betrachtet, einen würdigen Nachfolger präsentiert, das K850i. Neben einer 5-Megapixel-Kamera mit echtem Xenon-Blitz findet sich auch der Datenturbo HDSPA im K850i. Wir haben es einem ersten Kurztest unterzogen.

Design, Tastatur und Verarbeitung

Dem Display, das 262.000 Farben mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel darstellt, wurde beim K850i mehr Platz eingeräumt als noch bei den Vorgängern. Dafür hat Sony Ericsson wohl etwas bezüglich der Tastatur gespart: Das Steuerkreuz wurde zwischen die Zifferntasten eingebaut, als Bestätigungstaste kommt ein berührungsempfindlicher Punkte zum Einsatz, der sich über dem Steuerkreuz befindet. Auch die beiden Softkeys wurden durch solche Punkte ersetzt.
Das führt dazu, dass das Tippen sich zuerst einmal äußerst gewöhnungsbedürftig gestaltet. Die Touch-Punkte reagieren teilweise noch zu träge, Sony Ericsson wird aber bis zur Marktreife sicher noch nachbessern. Lange nicht gesehen – außer bei gebrandeten Geräten – haben wir eine Abheben- und Auflegen-Taste. Daneben wurden die Schnelltaste für das Aktivitätenmenü sowie ein Löschen-Taste untergebracht.
Auf der rechten Seite finden sich der Kameraauslöser sowie eine Schiebetaste, die es erlaubt, zwischen Foto-, Video- und Anzeigemodus zu wechseln. An der oberen Seite wurde eine Wipptaste zur Regulierung der Lautstärke angebracht. Zwei Tasten vermissen wir aber: Eine Internet- sowie eine Musikplayer-Taste. Den Anschluss fürs Ladegerät und Headset (Fastport) wurde, wie es sich gehört, am unteren Ende des Handys eingebaut. Zum Glück gab es hier keine Experimente wie zuletzt bei Walkman- und Designgeräten wie dem T650i, S500i oder dem W580i.
Die Maße orientieren sich mit 102 x 48 x 17 mm stark am K810i (106 x 48 x 17 mm), das Gerät fällt somit schlanker aus als das K800i. Mit neueren Ultraslim-Modellen oder einem W880i kann das neue Cyber-shot-Handy aber nicht mithalten.
Was Sie als vielleicht baldiger K850i-Besitzer immer dabei haben sollten, ist ein (Brillen-)Putztuch. Denn sowohl Vorder- als auch Rückseite sind in einer Art Klavierlack gehalten, so dass das K850i schon nach wenigen Minuten Benutzung mit Fingerabdrücken geradezu übersät ist. Auch das Display wird in Mitleidenschaft gezogen, da, um die Touch-Punkte zu erreichen, zwangsläufig ein Teil des Fingers ins Display hineinragt.
Da es sich bei unserem Testgerät noch um einen Prototypen handelt – das Gerät wird im Oktober 2007 erscheinen – war die Verarbeitung noch nicht optimal: Ein Knarzen auf der Rückseite störte beim Tippen. Ansonsten gibt es nichts zu mäkeln.

Display und Menüführung

Das Display bietet wenig Überraschung. Es ist vergleichbar mit dem des K800i, zeigt Bilder und Videos aber noch etwas detailgetreuer an. In Sachen Menüführung hat sich auch kaum etwas verändert. Woran sich viele Nutzer erst einmal gewöhnen müssen, ist die Navigation über das Steuerkreuz: Während bei den bisher eingesetzten Joysticks (und Steuerkreuzen) eine zentrale Taste mit der Funktion „Auswählen“ belegt war, ist das beim K850i nicht mehr der Fall. Zum Bestätigen muss also immer das Steuerkreuz verlassen werden, die Finger haben weitere Wege zu gehen.

Speicher und Datenfunktionen

Der interne Speicher des K850i misst knapp 40 MByte, nicht viel für ein Multimedia-Handy. Dafür wird Sony Ericsson eine 512 MByte große Speicherkarte vom Typ Memory Stick Micro M2 ins Paket legen. Die eigentliche Revolution beim Speicher liegt aber woanders: Das K850i schluckt auch mircoSD-Karten. Bisher hatte Sony Ericsson immer auf die hauseigene Speicherlösung gesetzt, nun können die Kunden auf die billigeren Karten anderer Hersteller ausweichen.
Neben UMTS mit HSDPA und Bluetooth kann das Gerät auch über USB Daten austauschen. Eine Infrarot-Schnittstelle finden sich nicht mehr. Verzichtet hat Sony Ericsson nach wie vor auf W-LAN. Diese Funktion scheint den Smartphones vorbehalten zu bleiben.


Neben dem Xenon-Blitz hat es auch wieder eine LED ins K850i geschafft.

Kamera

In Sachen Kamera hat Sony Ericsson noch einmal knapp zwei Megapixel draufgepackt. Satte 5,0 Megapixel löst die Kamera nun aus – nur merkt der Nutzer davon noch nicht viel. Natürlich sind die Bilder groß, aber noch nicht detailgetreu genug. Da muss Sony Ericsson in den kommenden Wochen noch ordentlich nachsitzen, um für Verbesserungen zu sorgen.
Geschützt wird die Objektivlinse durch eine Klappe, die automatisch beim Wechsel in den Kameramodus geöffnet wird. Das ist zwar auf den ersten Blick ein Vorteil, auf den zweiten Blick allerdings kann durch Aufschieben der Klappe die Kamera nicht mehr gestartet werden, gerade bei schnellen Schnappschüssen hat sich das im K750i und K800i bewährt. Warum das Objektiv mit dieser Klappe überhaupt geschützt sein muss, erklärt sich für uns nicht, da über der Linse auch eine Glasoberfläche für Schutz sorgt – doppelt gemoppelt also.
Das Kameramenü wurde teilweise neu gestaltet. Kleine Bilder sorgen für bessere Orientierung, der Schieber an der Seite erlaubt das schnelle Wechseln zwischen Foto- und Videomodus. Apropos Videos: Die nimmt das K850i nun in 320 x 240 Pixel auf (also in halber VGA-Auflösung). Damit hat Sony Ericsson zwar nicht zur Konkurrenz aufgeschlossen, aber immerhin. Kleiner Vorteil gegenüber K800i/K810i: Videos gelingen im Dunkeln wieder besser, da eine kleine LED zugeschaltet werden kann. Beim K800i/K810i musste diese dem Xenon-Blitz weichen, beim neuen Modell setzt Sony Ericsson auf beide Lösungen.
Einige Testbilder finden Sie in unserer Fotostrecke, ein kleines Testvideo gibt’s hier zum Anschauen.

Multimedia, Office-Tauglichkeit

Neu im K850i ist der so genannte Media-Browser. Mit ihm können alle auf dem Handy befindlichen Mediendateien (Fotos, Videos, Musik, …) übersichtlich angezeigt werden. Dreht der Benutzer das Handy in diesem Modus um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn (also so, wie es beim Fotografieren gehalten wird), wandert das Bild mit. Sehr vorteilhaft ist dies zum Beispiel beim Betrachten von Fotos und Videos, aber auch dem Mediaplayer steht diese Anzeige gut zu Gesicht.
Weitere Funktionen wie ein kleines Bildbearbeitungsprogramm, Dateimanager, Video-, Photo- und MusicDJ kennen wir schon von den Vorgängern. An den weiteren Funktionen wie Kalender, Telefonbuch finden sich höchstens marginale Veränderungen. Das K850i baut hier deutlich auf K750i und K800i auf.

Fazit

Das K850i kann, wenn Sony Ericsson im Einzelnen noch nachbessert, problemlos in die Fußstapfen seiner Vorgänger treten. Beim Vorseriengerät taten wir uns noch mit der neuen Tastatur, dem integrierten Steuerkreuz sowie den Touch-Tasten schwer. Die neuen Media-Browser-Funktionen sorgen für Detailverbesserungen.

Fotostrecke: Das Sony Ericsson K850i im ersten Test

Pro

  • 5,0 Megapixel-Kamera
  • echter Blitz und LED zur Unterstützung von Videoaufnahmen
  • Speicherkarten-Combo-Slot für Micro M2 und microSD
  • UMTS mit HSDPA, Bluetooth A2DP-Profil für drahtlose Stereomusik
  • Fastport-Anschluss an der Unterseite
  • kein Joystick

Kontra

  • kein W-LAN
  • empfindliche Klavierlack-Oberfläche
  • zu kleine Tasten, beim Prototyp schlecht reagierende Touch-Tasten
  • keine Musik- und Internet-Schnelltaste
  • noch immer nicht gerade schlank gebaut
  • keine Displayschoner-Uhr

Ein besonderer Dank geht an Sony Ericsson für die Bereitstellung des Prototyps.

Johannes Michel, 06. Juli 2007.

Stichwörter: , , , , , ,

Ähnliche Beiträge
Rubrik Testberichte

Kommentar hinterlassen

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu hinterlassen.