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Nokia verabschiedet sich vom Massenpublikum

Von Johannes Michel. Publiziert am 25. August 2006

Eine Hightech-Messe ohne den weltweit größten Hersteller von Mobiltelefonen? Dies wird 2007 Wirklichkeit, denn Nokia verabschiedet sich von der CeBIT. Warum dies kaum nachzuvollziehen ist, analysiert Johannes Michel.

CeBIT 2007 in Hannover ohne Nokia
Stattdessen Konzentration auf eigene Shows und Events

Wenn das mal kein Fehler war. In einer Presserundmail hat der Handyhersteller Nokia angekündigt, die CeBIT 2007 sausen zu lassen.

Nokia schreibt:
Im Rahmen unserer Kommunikations- und Marketingaktivitäten ist es für uns wichtiger denn je, zielgruppenorientierte Maßnahmen zu entwickeln […]. In den letzen Jahren ist dies vor allem auf Fach- und Publikumsmessen, wie dem 3GSM Congress, der Photokina oder der CeBIT [sowie] Nokia eigenen Events […] der Fall gewesen.
Im Zuge dieser Entwicklung haben wir uns entschlossen, nach vielen Jahren der sehr guten Zusammenarbeit mit der Messe Hannover, im kommenden Jahr nicht als Aussteller auf der CeBIT vertreten zu sein.
Künftig werden wir weniger auf Publikums- und Fachmessen vertreten sein, sondern verstärkt eigene Kommunikationsplattformen und – wenn es um die direkte Ansprache der Handelspartner geht – Auftritte auf den Hausmessen unserer Partner nutzen.
Um speziell unseren deutschen Kunden und Partnern gerecht zu werden, werden wir für das erste Halbjahr 2007 eine Vielzahl an Maßnahmen durchführen, die auch weiterhin eine umfassende Information rund um Nokia garantieren.

Schon interessant, das Nokia sich in einer Zeit, in der es das Unternehmen aus Finnland gerade nötig hätte, aus der Messelandschaft weitestgehend zurückzieht. Ist es doch so, dass in den vergangenen Jahren etliche Marktanteile verloren wurden, insbesondere an Hersteller wie Motorola, Samsung und Sony Ericsson. An Marken, die gerade bei Jugendlichen heute angesagter sind als Nokia.

Eine Publikumsmesse dient nun einmal dazu, sich einem breiten Publikum zu stellen und auch Meinung einzuholen. Dies wird für „Nicht-Fachbesucher“ damit unmöglich gemacht. Die Entscheidung, welches Handy es werden soll, fällt für den Kunden somit nur noch entweder im Internet oder im Handyladen vor Ort. Und dass die Verkäufer dort gut informiert sind, ist bisher Wunschdenken.

Eine wirkliche Alternative zur CeBIT gibt es selbst für den Fachbesucher nicht, es sei denn, er macht sich zum 3GSM-Kongress nach Barcelona auf. Nur: Dort präsentiert sich ausschließlich die Mobilfunkbranche, während die CeBIT hier breiter fährt. Warum sollte sich der Handynutzer nicht auch über aktuelle Computertrends informieren wollen?

Der Schritt von Nokia greift daher eindeutig zu kurz. Bleibt zu hoffen, dass nicht weitere Hersteller auf diesen Zug aufspringen, nachdem schon 2006 der Netzbetreiber E-Plus auf seinen Messestand verzichtet hatte.


Vor Jahren aktuell, als Hintergrundbild für
Sony Ericssons T68m/i: Nokia vs. Sony Ericsson.
Johannes Michel, 25. August 2006. Quellen: Nokia, Xonio.com und eigene Recherchen.

Interaktiv:
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