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Meinung: Nokia und Microsoft: Gemeinsam zukunftsfähig?

Von Johannes Michel. Publiziert am 11. Februar 2011

Wirklich überraschend kam die Meldung nicht mehr, nachdem bereits seit einigen Tagen die Gerüchteküche fast am Überkochen war: Nokia stellt sein Symbian-Betriebssystem zurück und verwendet künftig Windows Phone 7 – zumindest auf hochwertigen Smartphones. Wird das gut gehen?

Niedergang der Betriebssysteme

Apples iOS? Ausgelegt auf Touchscreens. Googles Android? Ebenso. Palms webOS? Gleiche Antwort. Symbian UiQ? Gescheitert. Symbian 5th Edition? Auch am Ende. Bleibt nur ein seit Jahren etabliertes Betriebssystem übrig, das den Sprung von Geräten mit Tastatur auch auf Touchscreens geschafft hat: BlackBerryOS des US-amerikanischen Smartphone-Herstellers RIM.

Es ist nicht überraschend, aber doch erschreckend zu sehen, wie in den vergangenen Jahren neue Systeme aus dem Boden schossen und den etablierten Handy-Betriebssystemen den Rang abliefen. Nach langem Zaudern musste nun auch Nokia eingestehen, dass die Transformation des hauseigenen Symbian auf Touchscreen-Geräte nicht funktioniert hat. Zu viele Altlasten, zu undurchsichtige Bedienung, zu wenig Lifestyle. iOS und Android machen das deutlich besser.

Microsoft war mutig

Nicht angesprochen haben wir bisher Windows Mobile. Und das hat seinen Grund. Früher BlackBerry-Konkurrent und im Business-Einsatz nicht wegzudenken, hat Microsoft das System 2010 endgültig eingestampft und durch die Neuentwicklung Windows Phone 7 ersetzt. Microsoft-Anhänger waren entsetzt: Bisherige Programme laufen nicht mehr, USB-Synchronisation mit Outlook ist nicht möglich und selbst als Wechseldatenträger wird ein Windows-Smartphone nun am Rechner nicht mehr erkannt. Mutig.

Sicher wird Microsoft in absehbarer Zeit einige Korrekturen vornehmen müssen, zumal Nokia nun mit an Bord ist. Diese strategische Allianz zweier Konzerne, die einmal in verschiedenen Bereichen den Smartphone-Markt dominierten, ist aber eigentlich eine Zwangsliaison. Dennoch stehen die Chancen nicht schlecht. Beide Unternehmen bringen viel Erfahrung mit, dürfen sich aber nun nicht mehr allzuviel Zeit lassen.

Und hier könnte ein Problem liegen: Nokia und Microsoft betrachten die Jahre 2011 und 2012 als Übergangszeit, in der zum Beispiel das alte Symbian-System auslaufen soll. Sollte die Partnerschaft wirklich erst in 2012 salonfähig werden, wäre das zu spät. Denn bis dahin wären iOS (im Sommer erwarten wir ein neues iPhone) und Android längst davon geeilt.

Kommt Zeit, kommt Rat – diesen Rat können wir Nokia und Microsoft nicht geben. Noch ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen – sie sollten es aber nicht aus den Augen verlieren.

Johannes Michel, 11. Februar 2011

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