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Smartphones mit Volltastatur von Sony Ericsson

Von Johannes Michel. Publiziert am 26. Oktober 2010

Smartphones mit Volltastatur von Sony Ericsson

Fürs Business und für Nachrichten-Junkies

Lange galt Sony Ericsson nur noch als Anbieter von Multimedia-Handys, das Business-Segment schien nach erfolgreichen Modellen wie dem P800, dem P990i oder dem M600i ausgestorben zu sein. Nun hat Sony Ericsson gleich vier Modelle mit Volltastatur im Angebot – mit verschiedenen Betriebssystem: Zweimal Windows Mobile sowie jeweils einmal Android und Symbian. Wir haben uns aus jeder Kategorie ein Gerät ausgesucht und wollen herausfinden, welche Tastatur im Alltag wirklich überzeugt.

Vorab ein kurzes Statement: Nicht untersucht haben wir das Sony Ericsson Xperia X2 – aus zwei Gründen: Zum einen kam das Gerät vollkommen verspätet nach einer Wartezeit von fast einem Jahr nach Deutschland, zum anderen hat es sich in den ersten Tests als nicht praxistauglich erwiesen. Schuld daran ist nicht das Betriebssystem an sich, sondern der vollkommen veraltete Prozessor. Eine Kaufempfehlung ist das X2 somit nicht, und daher findet es auch keine Aufnahme in unseren Artikel.

Die Kandidaten

Drei Geräte haben wir für unseren Tastatur-Test ausgewählt. Googles Betriebssystem Android wird vom Xperia X10 Mini Pro vertreten, einem der aktuell kleinsten Android-Smartphones. Im Gegensatz zum kleinen Bruder, dem X10 Mini, hat die Pro-Variante eine ausziehbare Tastatur, die kaum kleiner ausfällt als bei so manchem deutlich größeren Smartphone.

Ein Symbian-Gerät darf im Test auch nicht fehlen. Sony Ericsson hat in Ergänzung zum Vivaz vor einigen Monaten das Vivaz Pro herausgebracht, das über eine äußerst großzügige Tastatur verfügt, die sich ebenfalls unter dem Display herausziehen lässt. Symbian hat bei Sony Ericsson allerdings keine Zukunft mehr – das Vivaz wird das letzte Smartphone des Joint-Ventures mit Symbian sein.

Ebenfalls vom Aussterben bedroht ist Windows Mobile 6.5, das auf dem Aspen läuft. Hier wagte sich Sony Ericsson erstmalig ans BlackBerry-Konzept – und setzte die Tastatur direkt unters Display. Dieses schrumpft dabei allerdings auf mickrige 2,4 Zoll zusammen. Aktuell arbeitet Sony Ericsson am Nachfolge-Betriebssystem Windows Phone 7, ob ein zum Aspen vergleichbares Gerät in Planung ist, ist allerdings nicht bekannt.

Die Tastaturkonzepte

Die Tastaturen des Vivaz Pro und X10 Mini Pro fallen beide recht großzügig aus. Dies liegt schlicht und einfach an dem Platzangebot einer unter dem Display ausziehbaren Tastatur. Das Aspen muss sich mit deutlichen kleineren Drückern zufrieden geben. Gemeinsam haben alle eine Tastenanordnung in vier Reihen, sie bilden damit die klassische Computertastatur ab, verzichten aber auf die Zahlenreihe. Außerdem fehlen allen drei Tastaturen die deutschen Umlaute. Sie werden über eine Sondertaste erzeugt, dazu aber später mehr.

Sony Ericsson Vivaz Pro: Viel Platz zum Tippen

Die größte Tastatur bringt das Vivaz Pro mit. Die einzelnen Buchstabentasten sind sechs Millimeter breit und vier Millimeter hoch, das reicht auch für dickere Finger. Mehr als doppelt so groß wurde die Enter-Taste ausgeführt. Daneben bringt Sony Ericsson auch noch Navigationstasten (auf und ab, links und rechts) unter, die beim Symbian-Betriebssystem durchaus Sinn machen. Gut gefällt der Druckpunkt der einzelnen Tasten. Texte lassen sich schnell und nahezu fehlerfrei eingeben, lediglich die Leertaste reagiert nicht auf sanften Druck, was das Schreibtempo ab und zu deutlich ausbremst. Gewöhnungsbedürftig ist zudem, dass Sony Ericsson die blaue Optionen- und die Größer-Taste vertauscht hat. Dieses Konzept findet sich auch bei so manchem Laptop. Um einen deutschen Umlaut einzugeben, müssen Sie den zugehörigen Buchstaben (a, o, u) und gleichzeitig die Symbol-Taste drücken. So ist Umgreifen nötig, besonders bei Eingabe des „ä“. Eine automatische Schreibkorrektur hat das Vivaz Pro nur für die virtuelle Tastatur, die im Display eingeblendet wird, nicht aber für die mechanische an Bord. Somit sind Sie auf die korrekte Eingabe der Umlaute angewiesen.

Sony Ericsson Xperia X10 Mini Pro: Tippfreudiger Mini

Beim X10 Mini Pro sind die Tasten quadratisch und messen fünf auf fünf Millimeter. Trotz der kompakten Gehäusemaße hat Sony Ericsson also eine ordentlich dimensionierte Tastatur verbaut. Die Tasten sind allerdings etwas schwergängiger als beim Vivaz Pro – und auch die problematische Leertaste begegnet uns wieder. Da die Tastatur des X10 Mini Pro allerdings ohnehin weniger für sanften Druck ausgelegt ist, fällt das nicht weiter auf. Eigene Umlaut-Tasten gibt es auch beim Mini Pro nicht, es kommt das gleiche Konzept zur Anwendung wie beim Vivaz Pro: Halten der Buchstaben-Taste plus Drücken der Symbol-Taste. Eine Texteingabe-Hilfe gibt es ebenfalls nur bei eingeschobener Tastatur.

Sony Ericsson Aspen: BlackBerry-Feeling

Beim Aspen hat Sony Ericsson scheinbar die Tasten des Vivaz Pro um 90 Grad gedreht. Die Drücker messen vier auf sechs Millimeter und sind leicht abgerundet. Am besten lässt sich das Smartphone mit zwei Händen bedienen, aufgrund der schlanken Maße geht es aber auch mit einer. Probleme mit der Leertaste zeigten sich beim Aspen nicht, aber auch hier fehlen die Umlaute. Wie beim Vivaz Pro und beim X10 Mini Pro sind Sie auch beim Aspen auf die Symbol-Taste angewiesen. Das ist zwar keine optimale Lösung, stört aber beim Aspen aus zwei Gründen nicht: Erstens können Sie bei der Texteingabe zuerst den zum Umlaut gehörigen Buchstaben drücken und anschließend erst die Symbol-Taste – das Aspen wandelt a in ä, o in ö und u in ü. Oder, viel eleganter: Ignorieren Sie die Umlaute einfach, denn das Aspen hat eine Textkorrektur eingebaut, die in 95 Prozent der Fälle das Wort erkennt und anpasst. Gut gelöst.

Entscheidendes Kaufkriterium: Die Displays

Sie brauchen unbedingt einen großen Bildschirm und können mit kleinen Schriften nichts anfangen? Dann fallen die Modelle X10 Mini Pro und Aspen schon einmal durchs Raster. Die beiden Geräte haben äußerst kleine Displays (X10: 2,5 Zoll, Aspen: 2,4 Zoll), das Vivaz Pro kann mit 3,2 Zoll aufwarten. Die Anzeigeleistung stimmt bei allen drei Smartphones, X10 Mini Pro und Aspen müssen aber mit einer geringen Displayauflösung auskommen (320 x 240 Pixel), das Vivaz Pro bietet immerhin 640 x 360 Bildpunkte. Die Folge: HD-Videos können Sie auf keinem anschauen, das Vivaz Pro kann sie immerhin aufnehmen (in 720p).

Fazit: Aspen knapp vorne

Auch wenn das Aspen auf das gerade zu Grabe getragene Betriebssystem Windows Mobile 6.5 setzt, taugt es als Business-Smartphone sehr gut. Durch die automatische Textkorrektur können Sie auch längere Texte fehlerfrei tippen und müssen nicht auf Umlaute oder „ß“ achten. X10 Mini Pro und Vivaz Pro verfügen zwar über die größeren Tastaturen, machen aber bei Umlauten Probleme und verzichten auf eine Textkorrektur. Daher unser Tipp: Sichern Sie sich noch ein Aspen, bevor das Modell ausläuft.

Mehr Bilder der drei Kandidaten finden Sie in unserer Galerie…

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