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Das richtige Handy oder Smartphone – genau für Sie: Die ultimative Handy-Kaufberatung

Von Johannes Michel. Publiziert am 21. Dezember 2010

Ja, wir sind mutig. Nehmen wir an, Sie beabsichtigen einen Handy-Neukauf und besuchen, um sich zu informieren, eine einschlägige Seite im Internet. Sollten Sie dort, was immer unwahrscheinlicher wird, eine fundierte Kaufberatung finden, lässt Ihnen der verantwortliche Redakteur mit Sicherheit die Wahl – und am Ende stehen Sie wieder vor der Entscheidung, welches der möglichen 20 Geräte Sie kaufen. Wir wollen einen anderen Weg gehen…

Statt Ihnen viele verschiedene Handys, Smartphones und Betriebssysteme vorzustellen und dann eine Auswahl der geeigneten Geräte zu präsentieren, definieren wir „Typen“. Ordnen Sie sich einfach einem Typus zu und Sie finden garantiert das Handy oder Smartphone, das am besten zu Ihnen passt. Unsere Liste wird regelmäßig aktualisiert, so dass wir in der Regel immer die aktuellen Geräte mit dabei haben. Aber Aktualität soll nicht das Hauptkriterium sein. Am Ende des Artikels finden Sie die wichtigsten Daten nochmals in einer Tabelle zusammengefasst.

Handy und Smartphone: Was ist der Unterschied?

Zuerst einmal aber müssen wir aber festlegen, was den Unterschied zwischen einem Handy und einem Smartphone ausmacht. Außerdem führen wir eine dritte Kategorie ein, das Business-Smartphone. Jedes Medium, ob Chip, Teltarif oder Connect, geht hier einen eigenen Weg. Bei uns gelten folgende Kriterien:

Handy = geschlossenes Betriebssystem, das lediglich die nachträgliche Installation von Java-Programmen oder Software vom Handy-Hersteller selbst erlaubt. In der Regel bietet ein Handy auch eine Tastatur, einige Hersteller setzen aber auch auf Touchscreens. Dieser ist bei uns kein Kriterium, um automatisch zum Smartphone befördert zu werden.

Smartphone = offenes Betriebssystem, das die nachträgliche Installation von Software-Programmen erlaubt, meist über einen Software-Shop des Herstellers. Ein Gerät, das unter einem der folgenden Betriebssysteme läuft, ist ein Smartphone: Windows Phone und Windows Mobile, Android, iOS (Apple iPhone), BlackBerry OS (RIM), webOS (Palm/HP), Bada (Samsung).

Business-Smartphone = gleiche Kriterien wie beim Smartphone, zusätzlich aber eine mechanische Volltastatur zum Verfassen langer Mails und mindestens eine Anbindung an Dienste und Programme wie Outlook, Exchange oder einen Mailserver wie bei BlackBerrys.

Wir wissen: Mit dieser Klassifikation gehen wir einen eigenen Weg. Ein Smartphone von BlackBerry-Hersteller RIM, das über keine Volltastatur verfügt, sondern nur per Touchscreen oder über eine normale Handy-Tastatur bedient wird, ist somit für uns kein Business-Smartphone. Unsere jahrelange Erfahrung zeigt, dass ein echter Businessman (oder auch ein Businesswoman) auf jeden Fall auf eine Volltastatur angewiesen ist. Zudem setzen viele Hersteller vermehrt auf Multimedia – und die Volltastatur bleibt damit eines der verbleibenden Kriterien für Geräte zum geschäftlichen Einsatz. Ein iPhone im geschäftlichen Einsatz macht wenig Sinn und wer wirklich professionell mit seinem Smartphone arbeitet, darf zu Recht die Formulierung „Spielerei“ verwenden.

Welcher Handy-Typ sind Sie?

Typ 1: Absoluter Beginner: Ich habe noch nie ein Mobiltelefon besessen…

Einsteiger-Handys, die lediglich Telefonieren und Nachrichten verschicken können, sind sicher eine gute Erfindung als Zweitgerät, wir halten sie aber kaum für Alltags-tauglich. Daher ist für uns das Kriterium für Anfänger nicht absolute Funktionslosigkeit, sondern vielmehr einfache Bedienbarkeit. Und diese Kriterien erfüllt zurzeit das

Sony Ericsson Hazel. Bei diesem Gerät handelt es sich um ein Slider-Modell, das bedeutet: Die Tastatur versteckt sich unter dem Display und wird bei Bedarf herausgeschoben. Der Vorteil dieser Lösung: Das Display hat eine angenehme Größe. Ebenfalls Einsteiger-freundlich: Die Tastensperre kann durch Zuschieben des Handys aktiviert werden – Sie können somit nicht versehentlich in der Tasche Funktionen auslösen. Das Handy-Betriebssystem von Sony Ericsson gilt insgesamt als sehr leicht zu überblicken und besticht durch gut lesbare Schriften. Und wenn Sie nach einigen Monaten feststellen, dass Sie gerne doch mehr mit ihrem Handy machen würden, bietet das Hazel auch die Anbindung an soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter und kann sich sogar mit Outlook und Google synchronisieren, etwa zum Übertragen von Kontakten und Terminen aufs Handy. Mögen Sie Slider-Handys nicht, können Sie sich alternativ das Elm anschauen. Es verfügt über die gleichen Funktionen wie das Hazel, ist aber etwas dünner und als klassisches Barren-Gerät gestaltet. Mehr über die beiden nahezu baugleichen Handys erfahren Sie auch in unserem ausführlichen Vergleichstest.

Typ 2: Jugendlich und peppig: Mein Handy muss vor allem gut aussehen – und darf nicht allzu viel kosten!

Jugendliche bekommen ihr erstes Handy im Regelfall von Eltern oder Großeltern gesponsert. Und die machen oft den Fehler, gleich auf Topmodelle zu setzen. Dabei reicht fürs erste ein Handy mit den Grundfunktionen aus. Wichtig sind aber unbedingt stylisches Aussehen, ein guter Musikplayer und, falls Sie ihrem Sprössling eine Internetverbindung gönnen wollen, die Anbindung an Facebook und Twitter. Da fällt uns spontan das

Sony Ericsson Spiro ein. Warum schon wieder Sony Ericsson? Das wissen wir ehrlich gesagt auch nicht. Allerdings mussten wir feststellen, dass kaum ein Hersteller noch günstige, schicke Handys im Angebot hat. Ein Smartphone macht für ein Kind im fortgeschrittenen Alter oder einen Jugendlichen aber wenig Sinn – um reine Profilierung auf dem Schulhof soll es in unserer Kaufberatung nicht gehen. Das Spiro gehört zu Sony Ericssons Walkman-Serie und ist damit auf die Musikwiedergabe spezialisiert. Und drei Punkte machen das Spiro unschlagbar. Erstens: Es ist in vier verschiedenen Farbvarianten zu haben. Zweitens: Es unterstützt microSD-Speicherkarten bis zu 16 GByte – da passt eine komplette Musiksammlung aufs Handy. Und drittens: Es ist im Onlinehandel schon ab etwa 65 Euro zu haben.

Typ 3: Ambitioniert, aber technisch unbegabt: Ich brauche ein Smartphone, habe aber keine Ahnung von Technik…

Smartphones erlauben die nachträgliche Installation von vielen Programmen und sind besonders für die Verwaltung vieler Kontakte und Termine prädestiniert. Immer mehr Käufer entscheiden sich dabei für ein solches Gerät. Wer sich aber nicht mit der Technik beschäftigen will, für den kommt im Endeffekt nur ein

Apple iPhone 4 in Frage. Apple hat es geschafft, Smartphones massenkompatibel zu machen. Zwar gab es sie schon länger, mobiles Internet und E-Mail waren aber kaum verbreitet. Das hat sich mit dem iPhone geändert. Alles, was Sie brauchen, ist das Gerät und einen PC oder Mac, mit dem Sie das iPhone per iTunes über ein USB-Kabel abgleichen können. Somit wandern Kontakte und Termine aus Outlook, aber auch Musikstücke und Videos vom Computer aus Smartphone. Die meisten Schritte gehen flott und logisch von der Hand. Beachten Sie aber: Ohne iTunes geht nichts, die Registrierung bei Apple mit einem dortigen Zugang ist Pflicht. Außerdem unterwerfen Sie sich der Willkür eines einzelnen Unternehmens, das etwa unliebsame Programme aus seinem AppStore ohne Rücksicht auf Verluste entfernt. Damit können sich viele Nutzer nicht abfinden.

Typ 4: Experimentell veranlagt: Mein Handy dient gerne auch mal als Versuchskaninchen…

Google wollte mit Android keine 1:1-Kopie von Apples iOS anfertigen, aber ein konkurrenzfähiges Produkt entwickeln, das es mit Apple aufnehmen kann. Das ist Google gelungen. Dennoch ist Android nicht ganz so einfach zu bedienen wie iOS. Wir empfehlen als aktuelles Android-Handy das

HTC Desire HD, eines der Flaggschiffe mit Android-Betriebssystem. Das Smartphone des taiwanesischen Herstellers HTC bietet ein riesiges 4,3-Zoll-Display, auf dem Fotos und Videos so richtig Spaß machen. Für viele kompatible Anwendungen sorgt die Android-Version 2.2. Technik-Freaks bereitet Android viele Möglichkeiten, sich auszutoben, ist allerdings keineswegs so offen wie Symbian. Dafür steht eine große Zahl an kostenlosen Anwendungen im Marketplace bereit. Mit dem Desire HD sind Sie zudem auf längere Sicht technisch top ausgestattet.

Typ 5: Business-Nutzer der „alten Schule“: Ich möchte einen BlackBerry

Lange Zeit waren BlackBerrys in Sachen E-Mail konkurrenzlos. Erst dann kamen die Exchange- oder Google-Dienste, die Push-Mails (E-Mails, die binnen Sekunden nach dem Absenden wie eine SMS auf dem Smartphone ankommen) ebenfalls beherrschten. Wenn Sie sich aktuell für einen BlackBerry interessieren, dann sollten Sie sich unbedingt den

BlackBerry Torch 9800 genauer anschauen. Er basiert auf dem aktuellen BlackBerry-Betriebssystem der Version 6 und kann nicht nur als Office-Maschine, sondern auch in Sachen Multimedia Akzente setzen. Warum das Gerät aber keineswegs perfekt ist, verrät unser Test. Dennoch: Mit dem Torch machen Sie, wenn Sie bereits einmal einen BlackBerry genutzt haben oder in den Genuss der sehr schnellen Mailkommunikation kommen wollen, nichts falsch. Dennoch benötigen Sie bei einem BlackBerry etwas mehr Einarbeitungszeit als bei manch anderem Smartphone, dafür bekommen Sie den erwähnten Maildienst und eine Volltastatur, die sich unter dem Display herausziehen lässt.

Typ 6: Business-Nutzer mit Outlook oder Exchange: Ich nutze Microsoft- oder Google-Dienste

Da hat Microsoft doch vor wenigen Monaten nach jahrelangem Warten ein neues Smartphone-Betriebssystem vorgestellt, die Business-Nutzer aber anscheinend vergessen. Sicher: Viele nutzen einen Exchange-Server –aber Freiberufler oder Kleinunternehmer schließen ihr Smartphone noch immer gerne per Kabel an den Computer und synchronisieren Kontakte und Termine über Active Sync oder das Gerätecenter. Das ist mit Windows Phone 7 nicht mehr möglich. Daher kann ein Gerät für Typ 6 nur unter Windows Mobile 6.5 laufen, dem viel gescholtenen Vorgänger-System – das allerdings gar nicht so schlecht war, wie viele behaupten. Wir haben uns das

Samsung Omnia 735 ausgeguckt. Das Smartphone im BlackBerry-Design verfügt über eine QWERTZ-Tastatur unter dem Display und bringt alles mit, was Sie von einem Businessgerät erwarten: Outlook-Sync, Office Mobile 2010, eine Schreibmaschinen-Tastatur und den problemlosen Datenaustausch mit deinem Computer per USB; einfach Kabel anschließen und ohne Treiberinstallation auf Dokumente, Musikdateien und Videos zugreifen. So sollte es sein. Multimedial reißen Sie mit dem Omnia 735 zwar keine Bäume mehr aus, aber für die Musikwiedergabe oder zum Schießen eines Schnappschusses reicht die verbaute Technik gerade noch aus.

Fazit: Symbian, Windows Phone 7, webOS und Bada außen vor

Wenn Sie sich etwas mit Handys und Smartphones auskennen, dann haben Sie bestimmt bemerkt, dass wir einige Betriebssysteme nicht berücksichtigt haben. Symbian, momentan auf dem absteigenden Ast, bietet auch in der neuen Version 3 zu wenig, um wirklich empfehlenswert zu sein. Besonders bei der Bedienung befindet sich Symbian im Vergleich zu iOS, Android und auch Windows Phone 7 noch in der Steinzeit. Apropos Windows Phone 7: Hier warten wir auf das von Microsoft angekündigte Update Anfang 2011 – vielleicht werden die Entwickler doch noch vernünftig und spendieren USB-Sync und manch andere fehlende Funktion. webOS, von Palm entwickelt und kürzlich aufgekauft von Hewlett Packard, konnte sich noch nicht etablieren, was vor allem an der geringen Geräteauswahl liegt. Viel gelobt wird zurzeit Bada von Samsung, allerdings berichten viele Nutzer noch von Problemen beim Anschließen an den PC, und der AppStore ist bei weitem nicht so gut gefüllt wie bei iOS und Android.

Wir hoffen, dass wir Sie mit unseren Tipps etwas beim nächsten Handykauf unterstützen können. Haben Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen, dann melden Sie sich auf unserer Seite an und kommentieren Sie diesen Artikel. Wir helfen gerne! Die Anmeldung kann entweder über unser eigenes System oder auch mit ihrem Facebook-Zugang erfolgen. Mehr dazu in diesem Artikel. Sie kennen sich aus? Dann  verbinden Sie uns mit ihrem Facebook-Zugang. Die nötigen Optionen finden Sie in der Spalte rechts.

Unsere Typen und Tipps kurz zusammengefasst:

Profil Gerät Kauftipp
Typ 1 Anfänger, keine Vorkenntnisse Handy Sony Ericsson Hazel
Typ 2 jugendlich, Style-orientiert Handy Sony Ericsson Spiro
Typ 3 ambitioniert, aber ohne technische Kenntnisse Smartphone Apple iPhone 4
Typ 4 experimentierfreudig, technisch begabt Smartphone HTC Desire HD
Typ 5 Business-Nutzer, BlackBerry Business-Smartphone BlackBerry Torch 9800
Typ 6 Business-Nutzer, Outlook/Exchange Business-Smartphone Samsung Omnia 735
Johannes Michel, 21. Dezember 2010. Bilder: Hersteller

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